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Warnstreiks werden in Bayern fortgesetzt

Die Warnstreik-Welle im öffentlichen Dienst rollte heute weiter nach Bayern. In München demonstrierten 4.000 Beschäftigte öffentlichkeitswirksam in der Innenstadt. Auch in Nürnberg und Fürth, in Ingolstadt, Neuburg an der Donau und Rosenheim legten zahlreiche Kolleginnen und Kollegen von GEW und ver.di gemeinsam die Arbeit nieder.

19.03.2014 - Karin Just, Björn Köhler

Fotos aus München: Karin Just, Michael Joschko, Fotos aus Fürth: Björn Köhler, Fotos aus Erlangen: Anna Mayer


4.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes sind am heutigen Mittwoch in München und Umgebung in einen Warnstreik getreten, um den Arbeitgebern zu demonstrieren, wie ernst es ihnen mit ihren Forderungen nach Tariferhöhung ist. Viele davon versammelten sich vor dem Gewerkschaftshaus und zogen dann in einem langen und lauten Demonstrationszug zum Stachus. Eines wurde aus den Beiträgen dort deutlich: Um in dieser teuren Stadt München, für die sie alle wertvolle Arbeit leisten, mit ihrem überdurchschnittlichen Preisniveau leben zu können, brauchen sie eine deutliche Erhöhung ihrer Gehälter. Vor allem der Sockelbetrag von 100 Euro ist nötig, um bei den exorbitanten Mietpreisen in München überhaupt in dieser Stadt leben zu können.        

Die KollegInnen machten lautstark und mit Hilfe vieler kreativer Transparente und Schilder deutlich, warum ihre Forderungen nach einer Gehaltserhöhung um 100 Euro und 3,5 Prozent mehr als angemessen sind.

Warnschuss für Arbeitgeber in Nürnberg und Fürth

Zu ersten Warnstreiks kam es auch in Mittelfranken. In Nürnberg beteiligten sich rund 700 Kolleginnen und Kollegen aus den Bereichen Verwaltung und Ver- und Entsorgung, während in Fürth rund 300 Menschen aus allen Bereichen des öffentlichen Dienstes ihren Unmut auf die Straße trugen - darunter auch etliche GEW-Kolleginnen aus den städtischen Kitas.

Mit viel Wut im Bauch zogen die Streikenden zum Fürther Rathaus, wo sie dem Oberbürgermeister deutlich die Meinung sagten: Während die 10 Prozent Diätenerhöhung bei den Abgeordneten ca 800 Euro ausmachen würden, ginge es bei der Forderung der Gewerkschaften für eine Erzieherin um eine Erhöhung von ca. 200 Euro monatlich. Wer dies "maßlos" nenne, habe offenbar jeglichen Respekt für den öffentlichen Dienst und die dort tätigen Menschen verloren, wurde Frank Bess von der organisierenden Gewerkschaft ver.di deutlich. Unterstützung bekamen die Streikenden von Kolleginnen und Kollegen der Fürther Feuerwehr, die ihre Solidarität bekundeten und Mut zum Durchhalten machten.

Sollten die Arbeitgeber auch in der nächsten Runde kein angemessenes Angebot vorlegen, wird es am 26. März in Nürnberg und ganz Bayern die nächste Streikwelle geben.

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