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Video: Grundschullehrerinnen nach A13 bezahlen

Mit "JA 13 – weil Grundschullehrerinnen es verdienen" fordert die GEW gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit – auch beim Gewerkschaftstag. Im Video verlangen Grundschullehrerinnen mehr Wertschätzung und eine faire Bezahlung.

27.04.2017

Filmproduktion: 18frames

Grundschullehrkräfte müssten heute deutlich "mehr leisten als noch vor 10 oder 20 Jahren", sagt Förderschullehrerin Susan Wolffgang im Video zum Gewerkschaftstag. Ihre Kollegin Silke Riekmann fügt hinzu: "Die Verantwortung, die man trägt, ist einfach riesig, weil man für die ganze Entwicklung, den Start der Schullaufbahn verantwortlich ist." Trotzdem verdienen Lehrkräfte an Grundschulen weniger Geld als ihre Kolleginnen und Kollegen an anderen Schulformen.

Die GEW setzt sich daher für die Bezahlung von Grundschullehrerinnen nach der Besoldungsgruppe A 13 beziehungsweise der Vergütungsgruppe E 13 ein. Die Arbeit von Grundschullehrkräften, von denen rund 90 Prozent weiblich sind, werde als überwiegend pädagogisch abgewertet und bisher nur nach A12 besoldet oder in E11 eingruppiert, sagt Grundschullehrerin Sandy Teubel. Im Schnitt verdienten Grundschullehrerinnen damit rund 450 Euro im Monat weniger als Lehrkräfte in anderen Schulformen. Mit der Initiative "JA 13 – weil Grundschullehrerinnen es verdienen" verlangt die GEW gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit, unabhängig von Schulform und Schulstufe.

Arbeitswissenschaftliche Studie vorgeschlagen

Beim Gewerkschaftstag vom 6. bis 10. Mai in Freiburg werden die Delegierten über den Antrag 2.6 des Bundesfrauenausschusses beraten.  Vorgeschlagen wird darin, den Rechtsweg zu beschreiten, um die laut Gutachten mittelbare Diskriminierung von Grundschullehrkräften zu beenden. Zudem soll die GEW eine repräsentative arbeitswissenschaftliche Studie durchführen, die alle Anforderungen an die Tätigkeit von Grundschullehrkräften im Vergleich zu anderen Lehrämtern erfasst. Mit Blick auf die Studie empfiehlt die Antragskommisson eine Überweisung an den Hauptvorstand.

Neben der "A13 für alle"-Forderung sollen in Freiburg auch Anträge unter anderem zu den Themen Inklusion, Bildung in der Migrationsgesellschaft und Kitaqualität beschlossen werden.

"Bildung. Weiter denken!" lautet das Motto des 28. Gewerkschaftstages der GEW, der vom 6. bis 10. Mai 2017 in Freiburg stattfindet. Er ist das höchste Beschlussgremium der GEW und bestimmt die Ziele ihrer Arbeit für die nächsten vier Jahre. 432 Delegierte beraten und entscheiden über die Position der GEW zu bildungs- und tarifpolitischen Themen. Neben Anträgen zu politischen Agenda stehen auch die Wahl des geschäftsführenden Vorstandes auf dem Programm.
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