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Verbindliche Promotionsvereinbarungen gefordert

18.05.2017

Zwischen einem Drittel und der Hälfte der Promovierenden bricht ihr Forschungsprojekt ab. Das hat oft auch mit der Qualität der Betreuung in der Promotionsphase zu tun. Gefordert wird unter anderem "ein Umgang auf Augenhöhe".

Die GEW-Projektgruppe Doktorandinnen und Doktoranden fordert eine Neustrukturierung der Promotionsphase. "Wir müssen die Promotionsphase ganz anders denken, mehr aus Sicht der Qualität", sagte die Promovendin Anja Hirsch im "E&W"-Interview. In einem Positionspapier verlangt die Projektgruppe unter anderem einen Abbau bestehender Abhängigkeiten. Bisher seien der Doktorvater oder die Doktormutter häufig alles in einer Person: Begleiter, Gutachter und oft auch noch dienstlicher Vorgesetzter. "Im Idealfall müssen die einzelnen Rollen klar getrennt werden", betonte Hirsch. 

Wer eine Promotion jahrelang begleite, sollte diese anschließend nicht auch noch benoten. Beide Seiten sollten zu Beginn der Zusammenarbeit zudem klare Absprachen treffen. Festlegen sollte man Hirsch zufolge zum Beispiel die Dauer der Promotion und die Häufigkeit des Feedbacks. "Wir empfehlen, dass es mindestens einmal im halben Jahr eine Rückmeldung gibt." In Promotionsvereinbarungen müssten auch die Pflichten für die Begleiterinnen und Begleiter sowie die Hochschulen festgeschrieben werden.

Das komplette Interview von Armin Himmelrath ist in der Mai-Ausgabe der "E&W" veröffentlicht.

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