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Burkina FasoUnterstützung für Familien in Not

Der Heinrich-Rodenstein-Fonds unterstützt Kinder verstorbener Mitglieder der Bildungsgewerkschaft F-SYNTER im westafrikanischen Staat Burkina Faso beim Schulbesuch.

20.04.2020 - Sabine Tölke-Rückert

Mehr als 30 Kinder in Burkina Faso werden aktuell mit Mitteln des Heinrich-Rodenstein-Fonds (HRF) gefördert. Dazu gehören auch Yasmina und Farida Oukoalaga aus Bobo Dioulasso. Für sie brach eine Welt zusammen, als 2016 ihr Vater verstarb, der als Lehrer arbeitete und Mitglied der Bildungsgewerkschaft F-SYNTER war.

Zuschüsse zum Schulgeld

Seit dem Tod ihres Mannes bestreitet die Mutter den Lebensunterhalt für sich und ihre beiden Töchter mit Näharbeiten. Das reicht nur für das Nötigste, und die Familie wohnt sehr ärmlich und beengt in einem Hof mit mehreren Familien. Besondere Sorge bereitete Frau Oukoalaga, ihren Töchtern den Schulbesuch nicht mehr ermöglichen zu können. Der HRF konnte mit Zuschüssen zum Schulgeld helfen.

Einzige Auszubildende im Metallbetrieb

Yasmina, die heute 24 Jahre alt ist, konnte ihre mittlere Reife am Gymnasium erst spät abschließen, auch weil zunächst das Geld für den Schulbesuch fehlte. Sie geht jetzt auf eine Berufsschule und absolviert – als einzige Frau in ihrem Jahrgang - eine vierjährige Ausbildung in der Metallverarbeitung. In zwei Jahren kann sie das berufliche Gymnasium mit einem Abschluss verlassen und in einem Metallbetrieb arbeiten.

Auch für ihre 17 Jahre alte Schwester Farida hat sich der Abschluss der mittleren Reife verzögert. Die Lernbedingungen sind mit mehr als 100 SchülerInnen in einer Klasse schlecht. Allen Widrigkeiten zum Trotz lernt Farida jetzt Deutsch als Fremdsprache. Sie will Abitur machen und hat den Traum, Kinderärztin zu werden. 

Familie Oukoalaga bedankt sich bei allen Spenderinnen und Spendern für die Unterstützung durch den HRF, die es den Töchtern ermöglicht, die schulische und berufliche Ausbildung fortzuführen.

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