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Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus: Erinnern, um zu lernen!

Nationalistisches Denken wird stärker, der Rechtspopulismus erstarkt. GEW-Vorsitzende Marlis Tepe mahnt daher am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, die Erinnerung an die NS-Verbrechen wach zu halten und daraus zu lernen.

27.01.2017

"Holocaustmahnmal" von François Philipp ist unter CC 2.0 lizensiert.

"Völkisches und nationalistisches Denken werden wieder stärker, rechtspopulistische Stimmungsmache sowie rassistische Hetze und Gewalt nehmen in Deutschland und Europa zu: Auch deshalb muss die Erinnerung an die NS-Verbrechen wach gehalten werden", mahnte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe am Freitag, 27. Januar in Frankfurt a.M.

Erinnern bedeutet, für Gegenwart und Zukunft zu lernen.

 

Tepe hob dabei die wichtige Rolle der Gedenkstätten als Orte des Demokratielernens hervor. "Erinnern bedeutet, für Gegenwart und Zukunft zu lernen", sagte Tepe. Die Auseinandersetzung mit Krieg und Gewaltherrschaft, mit menschenverachtenden Ideologien und politischer Verfolgung im 20. Jahrhundert seien unverzichtbarer Bestandteil historisch-politischer Bildung und für ein friedliches Zusammenleben in der Migrationsgesellschaft zentral. "Dafür tragen wir Pädagoginnen und Pädagogen eine besondere Verantwortung, die wir gerne und engagiert wahrnehmen. Wir müssen über neue Zugänge und Vermittlungsformen sowie Perspektivenvielfalt in der Auseinandersetzung mit Geschichte und Wirkung des Holocaust nachdenken. Wir dürfen uns jedoch nicht von der Erinnerungspolitik verabschieden", sagte die GEW-Vorsitzende mit Blick auf aktuelle Debatten um Gedenkstätten. Die gesellschaftlichen Verhältnisse änderten sich, aber die moralische Verantwortung für das 'Nie wieder!' sei hochaktuell und bleibe es auch für nachfolgende Generationen.

 


Der 27. Januar ist seit 1996 ein bundesweiter, gesetzlich verankerter Gedenktag. Er wurde von dem kürzlich verstorbenen Ex-Bundespräsidenten Roman Herzog als "Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus" ins Leben gerufen. Der Jahrestag bezieht sich auf die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau am 27. Januar 1945 sowie der beiden anderen Konzentrationslager Auschwitz durch die Rote Armee Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Vereinten Nationen haben den 27. Januar im Jahr 2005 zum "Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust" erklärt.

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