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Studie: Wie wichtig sind Kita und Schule für Integration?

Welchen Beitrag leisten Bildungseinrichtungen für die Integration von Flüchtlingen? Und wie kann man ihn verbessern? Diesen Fragen geht jetzt eine Studie des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe nach. Erste Ergebnisse sollen 2018 vorliegen.

06.07.2016

"In Deutschland wurde nie zuvor so systematisch und über einen solchen Zeitraum die Integration von Menschen mit Fluchterfahrung in das Bildungssystem untersucht", sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) am Mittwoch in Berlin. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Studie mit 11,4 Millionen Euro über fünf Jahre.

Für "Refugees in the German Educational System" (ReGes) befragen Wissenschaftler 4.800 geflüchtete Kinder und Jugendliche und testen ihre Deutschkenntnisse. Die Befragungen und Tests werden bei etwa der Hälfte der TeilnehmerInnen über einen Zeitraum von mehreren Jahren wiederholt, um Entwicklungen nachvollziehen zu können.

Untersucht werden derzeit Vierjährige, die im Laufe der Studie vom Kindergarten in die Grundschule wechseln, sowie 14-Jährige, die vor einem Wechsel von der Sekundarstufe I in die Sekundarstufe II oder das Berufsbildungssystem stehen. Um zu erfahren, welche Faktoren zur Integration durch Bildung beitragen, befragen die WissenschaftlerInnen auch Familienangehörige, ErzieherInnen und Lehrkräfte.

Die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe forderte mit Blick auf die große Zahl geflüchteter Kinder und Jugendlicher bereits 24.000 LehrerInnen und 14.000 ErzieherInnen mehr pro Jahr. Das Menschenrecht auf Bildung gelte zudem für alle, unterstrich sie - ohne Ausnahme und ungeachtet des Aufenthaltsstatus.

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