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Studie: Junge Flüchtlinge auf dem Weg in die Ausbildung

Das Bundesinstitut für Berufsbildung und die Bundesagentur für Arbeit haben erstmals die BA/BIBB-Migrationsstudie durchgeführt. Darin geht es um geflüchtete Bewerberinnen und Bewerber aus nicht europäischen Asylzugangsländern.

Für junge Gedlüchtete auf der Suche nach einem betrieblichen Ausbildungsplatz sind Patinnen und Paten oder Mentorinnen und Mentoren hilfreich. Das ist das Ergebnis der Migrationsstudie der Bundesagentur für Arbeit (BA) und des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) mit dem Titel „Junge Geflüchtete auf dem Weg in Ausbildung“. Ebenso tragen praktische Erfahrungen im Betrieb, die Flüchtlinge durch eine Einstiegsqualifizierung, Probearbeiten oder Praktika gesammelt haben, zu einem Gelingen des Übergangs in eine betriebliche Ausbildung bei. Insgesamt gelang knapp einem Drittel der Flüchtlinge aus nichteuropäischen Asylzugangsländern ein Übergang in die duale Ausbildung. Drei Viertel dieses Personenkreises, die sich nicht in einer betrieblichen Ausbildung befanden, strebt eine solche an. Seltener Interesse an einer betrieblichen Ausbildung zeigten Personen, die zum Zeitpunkt der Befragung arbeiteten oder jobbten. Diese planten eher, wegen des Verdienstes weiter zu arbeiten.

Die Bundesfachgruppen Gewerbliche und Kaufmännische Schulen betonen, dass sich junge Flüchtlinge eine stärkere Unterstützung bei der Orientierung im deutschen Bildungssystem, bei alltagspraktischen Belangen wie beispielsweise Behördengängen sowie bei der Vermittlung in Ausbildung wünschten. Dabei sollte sich die berufliche Ausbildung nicht ausschließlich auf die dualen Berufe begrenzen. Zudem verweisen die Bundesfachgruppen auf den Gewerkschaftstagsbeschluss „Bildung in der Migrationsgesellschaft – Forderungen zum Bereich berufliche Bildung und berufsbildende Schulen, der die wesentlichen Voraussetzungen einer fundierten Berufsausbildung beschreibt.

Weitere Themen im Infoblatt Berufsbildung im April 2018:

  • „Substituierbarkeitspotenziale“ gestiegen - Betroffenheit sozialversicherungspflichtig Beschäftigter vom Ersatz durch Computer bzw. computergesteuerte Maschinen
  • Woche der beruflichen Bildung - GEW legt Prognose vor