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Sports for Education Award

Erstmalig wurde in Berlin der „Sports for Education Award“ für herausragende Initiativen vergeben, die Sport und Bildung miteinander verbinden. Der Ehrenpreis ging an die Kampagne „1GOAL – Bildung für alle“

10.05.2011 - Manfred Brinkmann

Fotos: Manfred Brinkmann, Svenja Tafel

Etwa zweihundert Gäste, unter ihnen zahlreiche prominente Sportler, nahmen am 9. Mai 2011 im Haus der Kulturen der Welt in Berlin an einer Galaveranstaltung des „Sports Family Network“ teil, bei der erstmalig der „Sports for Education Award“ vergeben wurde. Die Idee dazu, so Initiator Daniel Fritsche, entstand während der Fußballweltmeisterschaft 2010. Fritsche hatte im Haus der Kulturen der Welt das Public Viewing organisiert und dabei die 1GOAL-Kampagne kennen gelernt, die zur gleichen Zeit auf dem Dach des Gebäudes ein Fußballturnier für Bildung veranstaltete. Die 1GOAL-Kampagne war von der FIFA und der Globalen Bildungskampagne aus Anlass der Fußballweltmeisterschaft 2010 in Leben gerufen worden, um die Forderung nach Bildung für alle zu unterstützen. Fast ein Jahr später wurde die 1GOAL-Kampagne nun bei der Premiere des „Sports for Education Award“ am gleichen Ort mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet. „Wir freuen wir uns über den Ehrenpreis, den wir als Anerkennung unserer Arbeit sehr gerne entgegennehmen“, so der Sprecher der Globalen Bildungskampagne in Deutschland, Jörn Kalinksi.

Weitere Preise gingen an die Stiftung ‚Training fürs Leben’ des Fußballprofis Christoph Metzelder und an den Berliner Sportverein SV Nord Wedding 1893 e.V. für dessen ‚Sport Education Camp’. „Dass Kinder und Jugendliche aufgrund ihrer Herkunft in der Schule und auf dem Ausbildungsmarkt benachteiligt sind, macht mich sehr betroffen“, so Christoph Metzelder, der mit seiner Stiftung mehrere Bildungsprojekte für junge Migranten im Ruhrgebiet fördert. Im Mittelpunkt des Galaabends stand neben den Preisverleihungen eine „Schulstunde“ mit prominenten Vertretern aus Sport, Bildung und Musik, darunter Dagmar Freitag (Sportausschuss des Deutschen Bundestages), Ulrich Thöne (GEW), Malik Fathi (Fußballprofi), Ademola Okulaja (Basketballprofi), Gerhard Janetzky (Deutsche Olympische Gesellschaft) und Rapper Harris. „Ich bin beeindruckt über so viel Unterstützung und Engagement von Sportlern für die Bildung“, so der GEW-Vorsitzende Thöne. „Es würde mich sehr freuen, wenn der „Sports for Education Award“ auch im kommenden Jahr erneut stattfindet und zu einer regelmäßigen Einrichtung in Berlin wird.

 

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