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BlacKkKlansmanSpike Lees Blick auf die Geschichte - und die Gegenwart

Die Story klingt verrückt, ist aber wahr: In Spike Lees „BlacKkKlansman“ tritt ein schwarzer Polizist dem Ku-Klux-Klan bei. Der Film über Rechtsextremismus und Rassismus bietet etliche Anknüpfungspunkte für eine Besprechung im Unterricht.

 

04.09.2018

Es sind die frühen 1970er-Jahre, eine Zeit großer gesellschaftlicher Umbrüche: Der junge Polizist Ron Stallworth (John David Washington) tritt als erster Afroamerikaner seinen Posten als Kriminalbeamter im Colorado Springs Police Department an. Und startet umgehend eine aberwitzige und gefährliche Mission: den Ku-Klux-Klan zu infiltrieren und bloßzustellen. Stallworth gibt vor, Extremist zu sein und nimmt telefonisch Kontakt zur lokalen Gruppe der Rassistenvereinigung auf. Es gelingt ihm tatsächlich, in den inneren Kreis vorzudringen. Er imitiert die Sprache der hasserfüllten Rassisten so überzeugend, dass er sogar das Vertrauen des Klanführers David Duke (Topher Grace) gewinnt. Als die Undercover-Mission zunehmend komplexer wird, übernimmt Stallworths Kollege Flip Zimmerman (Adam Driver) Rons Rolle in den persönlichen Treffen. Dort erlangt er Insiderwissen über einen tödlichen Plan. Gemeinsam machen sich Stallworth und Zimmerman daran, die Organisation zu Fall zu bringen.

„BlacKkKlansman“ erzählt eine Geschichte, die so absurd ist, dass man kaum glauben kann, dass sie sich tatsächlich so zugetragen hat. Beim Filmfestival in Cannes wurde Regisseur Spike Lee dafür mit dem Jurypreis ausgezeichnet. Aus aktueller Sicht betrachtet haben die Themen des Films nichts an Relevanz eingebüßt und eignen sich daher auch für eine Besprechung im Unterricht. Kinofenster.de empfiehlt, den Film ab der 9. Klasse in den Fächern Englisch, Deutsch, Geschichte, Sozialkunde, Politik oder Kunst zu besprechen. Mögliche Themen sind Rassismus, Antisemitismus, Diversität, Geschichte und die USA. Das Portal stellt zudem eine Vielzahl an Material dazu zur Verfügung.  

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