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Solidarität der Metallerinnen

Die Teilnehmerinnen der 20. Frauenkonferenz der IG Metall haben am 21. April eine Solidaritätserklärung für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst verabschiedet. Sie unterstützen ausdrücklich die Forderung zur Aufwertung sozialer Berufe und wünschen den Kolleginnen und Kollegen von ver.di und GEW viel Erfolg für die Tarifauseinandersetzungen.

24.04.2015

Die Solidaritätserklärung der 20. Frauenkonferenz der IG Metall, Willingen, 21. April 2015:

"Solidaritätserklärung für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst

Aktuell befinden sich viele Kolleginnen und Kollegen in Warnstreiks - für eine bessere Bezahlung, bessere Gesundheitsschutzvorkehrungen, eine höhere Eingruppierung. Die Delegierten der 20. Frauenkonferenz der IG Metall wünschen den Kolleginnen und Kollegen viel Kraft und Erfolg bei den Auseinandersetzungen.

Vor allem in den sozialen und erzieherischen Berufen, die als typische Frauenberufe gelten, arbeiten viele Kolleginnen. Sie sind belastenden Arbeitsbedingungen ausgesetzt und werden für ihre Arbeit schlecht bezahlt. Deshalb ist es uns als 20. Frauenkonferenz der IG Metall besonders wichtig den Kolleginnen und Kollegen im Sozial- und Erziehungsdienst unsere Solidarität auszusprechen.

Soziale, reproduktive Berufe werden traditionell von Frauen ausgeübt. Der niedrige Lohn ist ein Ausdruck für die fehlende gesellschaftliche Anerkennung und Wertschätzung der Tätigkeiten. Die sowohl körperlich anstrengende als geistig fordernde Arbeit in sozialen Berufen sollte endlich angemessen gewertschätzt und damit auch angemessen und fair bezahlt werden!

Die rund 240.000 ErzieherInnen, SozialarbeiterInnen, Sozial- und HeilpädagogInnen, KinderpflegerInnen und Fachkräfte für Arbeits- und Berufsförderung arbeiten tagtäglich sehr eng mit Menschen zusammen und tragen ein hohes Maß an Verantwortung. In den vergangenen Jahren haben sich die Anforderungs- und Tätigkeitsprofile ständig ausgeweitet - die Bezahlung allerdings blieb dahinter zurück. Vor diesem Hintergrund ist die Forderung von ver.di und GEW nach einer Neuregelung der Eingruppierung mehr als überfällig und begrüßenswert. Eine höhere Eingruppierung würde zu durchschnittlich 10 Prozent mehr Einkommen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst führen und hätte Signalwirkung für den privaten Bereich. Gesamtgesellschaftlich würde dadurch ein Beitrag zur Verringerung der Entgeltlücke zwischen Männern und Frauen geleistet werden.

Die Delegierten der 20. Frauenkonferenz der IG Metall möchten Euch, den Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst, auf diesem Wege Anerkennung und Respekt für Euren Einsatz und Engagement entgegen bringen. Vor allem durch die Warnstreiks und Demonstrationen in den vergangenen Wochen seid Ihr einem ungeheuren Druck ausgeliefert. Lasst Euch nicht unterkriegen, macht weiter so, seid kämpferisch und streitet für Eure Forderungen. Sie sind mehr als berechtigt! Die Delegierten der Frauenkonferenz begrüßen und unterstützen dieses Engagement und schließen sich den Forderungen ausdrücklich an!

Deshalb: Aufwerten jetzt!"

Herzlichen Dank an die Kolleginnen in der IG Metall für ihre Unterstützung!

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