GEW - Die Bildungsgewerkschaft
Du bist hier:

Filmtipp„Skin“ erzählt vom Ausstieg aus der rechten Szene

„Skin“ schildert die Geschichte eines Rechtsextremen in den USA, der aus der Szene aussteigen will. Das Thriller-Drama von Regisseur Guy Nattiv mit Jamie Bell in der Hauptrolle beruht auf wahren Begebenheiten.

23.10.2019

Erzogen von zwei glühenden Anhängern der White-Supremacy-Ideologie, trägt Bryon (Jamie Bell) den Hass tief im Herzen und sichtbar auf der Haut: Die Tattoos des kahl rasierten jungen Mannes überziehen auch sein Gesicht, darunter jede Menge rechte Parolen und Symbole. Als er die dreifache Mutter Julie kennen- und lieben lernt, die der rechten Szene gerade den Rücken gekehrt hat, will er ebenfalls aussteigen und sucht Hilfe bei dem Menschenrechtsaktivisten Daryle. Doch seine rassistische „Familie“ will Bryon nicht gehen lassen.

Der israelische Filmemacher Guy Nattiv erzählt in seinem ersten US-Spielfilm „Skin“, der bei der Berlinale 2019 in der Reihe Panorama lief, die wahre Geschichte des Szeneaussteigers Bryon „Babs“ Widner, der zu den meistgesuchten weißen Suprematisten des FBI zählte. Nur durch die Hilfe des Menschenrechtsaktivisten Daryle Jenkins war der Ausstieg möglich, gemeinsam zeigten sie,  wie (Rassen-)Hass überwunden werden kann. Widners Gesinnungswandel wurde auch äußerlich sichtbar: In einer schmerzhaften Prozedur ließ er sich über Monate hinweg die meisten seiner Tätowierungen entfernen.

Kinofenster.de empfiehlt den Film (Kinostart 3. Oktober 2019) für eine Besprechung im Unterricht ab der 11. Klasse. Mögliche Themen in den Fächern Sozialkunde/Gemeinschaftskunde, Politik, Ethik oder Englisch sind Rechtsextremismus, Rassismus, Gewalt, Manipulation und Widerstand. „Die Analyse kann aufzeigen, wie radikale Gruppen und Sekten (nicht nur junge) Menschen mit perfiden Methoden in die Unmündigkeit führen. Hier lohnt es sich, Experten und Expertinnen von Organisationen, die Rechtsextreme bei dem Ausstieg aus der Szene unterstützen, zur Vertiefung des Themas in den Unterricht einzuladen“, heißt es in der Kritik des filmpädagogischen Onlineportals der Bundeszentrale für politische Bildung.

Zurück