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fair@schoolSchulen für Gleichbehandlung und Respekt geehrt

Bei der Preisverleihung des Wettbewerbs fair@school sind Schulen aus Mönchengladbach, Leipzig und Berlin für Projekte ausgezeichnet worden, die sich gegen Diskriminierung und für Chancengerechtigkeit im Schulalltag einsetzen.

12.06.2019

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes und der Cornelsen Verlag haben aus 114 Schulprojekten für Fairness, Gleichbehandlung und Respekt die drei besten ausgewählt und als Sieger des Wettbewerbs fair@school ausgezeichnet.  Der erste Preis (3.000 Euro) ging an das Berufskolleg Rheydt-Mülfort für Wirtschaft und Verwaltung in Mönchengladbach. Fremdheit überwinden – Brücken bauen ist das Projekt einer Regelklasse der Höheren Berufsfachschule und zweier Förderklassen mit neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern. Die jungen Leute aus 13 Nationen bauten gemeinsam Brücken auf dem Schulgelände und schrieben ein Lied über Rassismus und Fremdheit. Zudem entstand ein Patenschaftsprojekt mit Betrieben, die Praktika für Flüchtlinge anbieten.

Den zweiten Preis (2.000 Euro) bekam die August-Bebel-Grundschule in Leipzig für das Projekt !Respect macht Schule. Bei einer jährlichen Projektwoche lernen Schülerinnen und Schüler achtsamen und respektvollen Umgang miteinander. Damit gelingt es den Teilnehmenden, den oft von Konflikten geprägten Schulalltag zu verbessern und ein Bewusstsein für Respekt und Toleranz zu schaffen.

Die IG Friedenstaube des Otto-Nagel-Gymnasiums in Berlin erhielt den dritten Preis (1.000 Euro). Die selbstorganisierte Gruppe von Schülerinnen und Schülern, Bundesfreiwilligen und Studierenden organisiert seit 2014 Projekte zu sozialen Themen. Aktuell gehört dazu eines über den Holocaust, eines über Gewalt an Frauen und eines über Inklusion. Dazu gibt es jährlich zwei Projekttage mit dem Ziel, soziale Themen besser in den Schulunterricht einzubinden.

Der Wettbewerb fair@school – Schulen gegen Diskriminierung will Vielfalt und Chancengerechtigkeit im Schulleben fördern. Die Preise wurden zum dritten Mal vergeben, mit 114 Schulen wurde ein Teilnahmerekord erreicht. „Das ist ein klares Zeichen, wie wichtig Schulen der Einsatz für einen fairen Schulalltag und gleichberechtigtes Lernen ist“, sagte Bernhard Franke, kommissarischer Leiter der Antidiskriminierungsstelle. 

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