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"Schule gegen sexuelle Gewalt" fordert flächendeckend Schutzkonzepte

Die rund 30.000 Schulen in Deutschland sollen nach Ansicht der Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ Konzepte zum Schutz vor sexueller Gewalt entwickeln. Die GEW unterstützt das Vorhaben.

13.09.2016

Der Schutz von SchülerInnen vor sexueller Gewalt sollte nach Meinung der Initiative im Leitbild der Schule oder im Schulprogramm verankert werden. Schutzkonzepte machen Schulen zu Orten, an denen betroffene SchülerInnen Hilfe finden. Sie sorgen gleichzeitig dafür, dass Missbrauch in der Schule selbst keinen Raum hat. Konzepte zum Schutz vor sexueller Gewalt geben Antworten auf Fragen wie: Was sollten PädagogInnen über sexuellen Missbrauch wissen? Und an wen wende ich mich im Falle eines Verdachts?

"Die GEW stellt sich der Verantwortung, Kinder und Jugendliche vor sexueller Gewalt zu schützen. Mit guten Präventionskonzepten kann Schule eine Schlüsselrolle für gelebten Kinderschutz spielen. Dafür braucht Schule Fortbildungsangebote für Lehrkräfte, um diese zu qualifizieren, ihre Handlungsoptionen zu erweitern und ihre Beratungskompetenz zu stärken", sagte Marlis Tepe am Dienstag, 13. September bei der Vorstellung der Initiative in Berlin. Die GEW setze sich dafür ein, Schulen für Fragen sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche zu sensibilisieren und sie bei der Entwicklung von Schutzkonzepten zu unterstützen, so Tepe.

"Schule gegen sexuelle Gewalt" gibt fachliche Hilfestellung bei der Entwicklung eines Schutzkonzeptes. Die Initiative bietet Schulleitungen, Lehrkräften und pädagogischem Fachpersonal Materialien, die gemeinsam mit den Kultusbehörden der Länder und Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis erarbeitet wurden. Alle Länder haben ihre Kooperation zugesagt. Die Initiative startet im September 2016 in Nordrhein-Westfalen, die weiteren Länder sollen bis Ende 2018 folgen.

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