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„Pre-Crime“: Kritische Doku über Polizeiarbeit mit Prognose-Software

Verbrechen verhindern, bevor sie geschehen: Der Dokumentarfilm „Pre-Crime“ beleuchtet Formen des Predictive Policing und fragt nach den gesellschaftlichen Folgen der Überwachung und eignet sich daher auch für den Unterricht.

01.11.2017

Weil er als Jugendlicher Marihuana ausprobiert hat und später einer seiner Freunde ermordet wird, steht Robert McDaniel aus Chicago auf der sogenannten Strategic Subject List der Polizei. Dort werden Namen von Menschen geführt, die rein auf Basis eines mathematischen Algorithmus mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit entweder selbst straffällig oder einem Gewaltverbrechen zum Opfer fallen werden. McDaniel wird daher ständig überwacht und hat keine Chance, je wieder von dieser „Heat List“ gestrichen zu werden.

Der Dokumentarfilm „Pre-Crime“, den Kinofenster.de zum Film des Monats wählte, fragt nach den gesellschaftlichen Folgen des sogenannten Predictive Policing und der damit verbundenen Überwachung von Daten und öffentlichen Räumen. Vorgestellt werden auch kontroverse Positionen zum Thema. Zudem gibt es Anregungen und Arbeitsblätter für den Unterricht ab der Oberstufe.

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