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"Papa, Charly hat gesagt": Rededuelle erklären die Welt

"Papa, Charly hat gesagt" war eine der erfolgreichsten Radiosendungen in den 70-ern und 80-ern. Seit 2016 gibt es eine Neuauflage der Kultserie mit Bastian Pastewka als Vater. Die Hörspiele können auch zur Diskussion im Unterricht genutzt werden.

03.07.2017

"Papa, Charly hat gesagt, sein Vater hat gesagt....": Diesem Satz des Sohnes folgte regelmäßig das Aufstöhnen seines Vaters, gesprochen von Gert Haucke. Die Kurzhörspielreihe mit rund 600 Folgen, in denen der Vater seinem Sohn beispielsweise erklärt, was Verantwortung und ein klarer Kopf seien, ist Kult. Die Rededuelle über Themen wie Homosexualität, Popmusik und Ausländerfeindlichkeit entschied letztlich immer der Sohn für sich. Die erste Staffel mit 50 Folgen wurde vom NDR produziert, wo sie ab Januar 1972 jeden Samstag im Hörfunkprogramm lief und später auch von anderen Rundfunkanstalten übernommen wurde. An Aktualität haben die von Ulla Haucke verfassten Texte auch heute nicht verloren.

Seit 2016 gibt es eine Neuauflage des Hörspielklassikers mit Bastian Pastewka als Vater. Heute beginnt jede Frage der neunjährigen Greta mit den Worten: "Papa, Kevin hat gesagt, sein Vater sagt ..." Pastewka muss erklären, ob Vegetarier die Welt besser machten, ob man rauchen dürfe oder dem russischen Präsidenten Wladimir Putin mal "aufs Maul hauen" sollte. Je intensiver mehr die Tochter die Aussagen des Vaters hinterfragt, desto mehr geraten dessen Meinungen und Moralvorstellungen ins Wanken.

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