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Pädagogische Prozesse in antinomischer Deutung

Lernen und Lehren können sich besser entfalten, wenn strukturelle Widersprüche der Erziehung verstanden werden. Kontroversen können produktiv bearbeitet werden, wenn solche sogenannten antinomischen Strukturen transparent gemacht werden.

01.02.2017

Wenn man nicht versteht, was man eigentlich will, darf man sich nicht wundern, wenn man gar nicht oder woanders ankommt. Deshalb ist es wichtig, die gängigen Begriffe und die vertrauten Bedingungen erneut zu bedenken. Unproduktive Kontroversen - etwa zwischen Erziehung oder Bildung, Homogenität oder Heterogenität, Kompetenz oder Wissen, Individuum oder Gemeinschaft - können produktiv bearbeitet werden, wenn ein sensibler Blick antinomische Strukturen transparent macht. Unterricht in differenzorientierter Lernorganisation kann dann durch profilorientiertes Lernen und kooperatives Arbeiten abgelöst werden.

Das Buch von Schlömerkemper, Professor für Schulpädagogik und Allgemeine Didaktik, gliedert sich in Kapitel wie "Aktuelle Baustellen", "Allgemeine Schulkritik", "Was sind Antinomien?", "Sozialisation als umfassende Dimension", "Funktionen der Schule in antinomischer Deutung" und "Konzepte schulischer Erziehung".

Jörg Schlömerkemper, "Pädagogische Prozesse in antinomischer Deutung: Begriffliche Klärungen und Entwürfe für Lernen und Lehren", 2017, 282 Seiten, broschiert, € 28,95, ISBN 978-3-7799-3475-2.

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