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Öffentliche Finanzierung der Weiterbildung auf dem Tiefstand

07.01.2016

Der Anteil der öffentlichen Ausgaben für Weiterbildung ist von 1995 bis 2012 gemessen an der Wirtschaftskraft um etwa die Hälfte eingebrochen. Kein anderer Bildungsbereich ist derart betroffen. Die GEW sieht einen Mehrbedarf von 600 Millionen Euro.

In der Studie „Weiterbildungsfinanzierung in Deutschland“ schreibt der Bildungsforscher Marcel Walter, dass trotz zunehmendem Weiterbildungsbedarf die Teilnahme seit 1994 kaum steige, während die öffentliche Finanzierung auf einen Tiefstand seit Beginn der 1990er Jahre gesunken sei.

Grund ist laut Studie der massive Rückgang der Förderung der Weiterbildung durch die Bundesagentur für Arbeit von 5,3 Milliarden Euro im Jahr 1995 auf 1,3 Milliarden Euro im Jahr 2012. Dies stehe im Widerspruch zu der öffentlich immer wieder betonten Bedeutung der Weiterbildung.

Verlierer dieser Entwicklung sind für die GEW-Bundesfachgruppe Erwachsenenbildung neben  Geringqualifizierten auch die Beschäftigten in der öffentlich finanzierten Weiterbildung selbst. Die GEW hat mit Blick auf die öffentlich finanzierte Erwachsenbildung einen Mehrbedarf von 600 Millionen Euro ermittelt, wenn die für die allgemeine Weiterbildung zuständigen Länder alleine ein Prozent ihres Bildungsbudgets hierfür aufbrächten.

Weitere Themen des Infoblatts Weiterbildung Januar 2016:

  • Mindestlohn in der Weiterbildungsbranche allgemeinverbindlich
  • Integrationskonzept „Neustart in Deutschland“
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