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Diskussion um Nationale WeiterbildungsstrategieGEW mahnt dringenden Handlungsbedarf an

Wohlfahrtsverbände und Gewerkschaften haben gemeinsam ein „Forderungspapier zur Unterstützung der Weiterbildungseinrichtungen im Rahmen der Digitalisierung“ vorgelegt.

08.06.2021

In der Diskussion um die Nationale Weiterbildungsstrategie weist die GEW zusammen mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) und der Vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) auf den dringenden Handlungsbedarf an, um digital unterstützte Weiterbildung zu verwirklichen. Jetzt müsse „Teilhabe an Weiterbildung für alle“ ermöglicht werden.

„Weiterbildung ist dabei ein zentraler Schlüssel, um Menschen mit den notwendigen Kompetenzen auszustatten, mit der Dynamik der Digitalisierung Schritt halten zu können.“

In dem gemeinsamen „Forderungspapier zur Unterstützung der Weiterbildungseinrichtungen im Rahmen der Digitalisierung“ betonen sie: „Die Gesellschaft und der Arbeitsmarkt werden digitaler. Die Pandemie hat zusätzlich einen erheblichen Digitalisierungsschub gebracht. Weiterbildung ist dabei ein zentraler Schlüssel, um Menschen mit den notwendigen Kompetenzen auszustatten, mit der Dynamik der Digitalisierung Schritt halten zu können.“

„Menschen, die in Armut leben, drohen von den immer stärker digitalisierten Bereichen der Gesellschaft ausgeschlossen und so für die digitalisierte Gesellschaft unsichtbar zu werden.“

Ein großes Problem ist, dass die verschiedenen Personengruppen unterschiedlich gut für die digitalen Herausforderungen gerüstet sind. „So laufen Erwerbslose eher Gefahr, bei der Digitalisierung am Arbeitsmarkt abgehängt zu werden als Erwerbstätige, die sich häufig auch am Arbeitsplatz (weiter-)qualifizieren können. Menschen, die in Armut leben, drohen von den immer stärker digitalisierten Bereichen der Gesellschaft ausgeschlossen und so für die digitalisierte Gesellschaft unsichtbar zu werden“, heißt es in dem Papier.

Nationales Förderprogramm auflegen

Ulrich Lilie, Präsident der BAGFW, betont, wie wichtig, die öffentlichen und gemeinnützigen Weiterbildungseinrichtungen seien, „um jetzt ein breites Angebot der digital unterstützten Weiterbildung aufzubauen“. Er schlägt vor, „wichtige Zielgruppen wie Frauen, Menschen mit Migrationsgeschichte, mit Behinderung, Lebensältere oder Menschen in ländlichen Gebieten, Erwerbslose oder sogenannte bildungsferne Menschen“ direkt mit passenden Angeboten anzusprechen.

Sylvia Bühler, Mitglied im ver.di-Bundesvorstand forderte zudem, Träger finanziell besser auszustatten und langfristige in die digital unterstützte Weiterbildung zu investieren.

Auch die GEW machte klar, dass es dringend zusätzliche Investitionen in die digitale Infrastruktur, in Qualifizierungen des Lehrpersonals und Konzeptentwicklungen bei öffentlichen und gemeinnützigen Weiterbildungseinrichtungen braucht. „Diese Weiterbildungseinrichtungen gehen bislang bei öffentlichen Programmen zur Digitalisierung nahezu leer aus“, sagte GEW-Vorstandsmitglied Ansgar Klinger.

Am besten wäre es, aus Sicht der Wohlfahrtsverbände und Gewerkschaften, wenn Bund und Länder „ein nationales Förderprogramm für die digital unterstützte Weiterbildung auflegen und damit den Prozess der Digitalisierung dieser Weiterbildungseinrichtungen unterstützen“.