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Modellprojekt für mehr Elternbeteiligung

12.10.2017

An Schulen mit einem hohen Anteil von Kindern aus Einwandererfamilien ist das Engagement der Eltern oft gering. Ein Frankfurter Modellprojekt will das ändern.

Das Amt für multikulturelle Angelegenheiten (AmkA) und das Staatliche Schulamt Frankfurt haben das Modellprojekt „Nur mit Ihnen!“ für mehr Beteiligung von Eltern mit Migrationshintergrund gestartet. 16 Schulen in überwiegend von Einwanderung geprägten Stadtteilen haben dazu Ideen entwickelt, Eltern stärker zu beteiligen. „Die unterschiedlichen Projekte eint der Gedanke, Barrieren abzubauen und Vertrauen zu ermöglichen“, sagt Wolfgang Kreher vom Schulamt. Das Spektrum reicht dabei von innovativen Formen, Elternabende zu gestalten, über Elterncafés und Elternfeste bis zu einer neuen Begrüßungskultur.

Das ehrenamtliche Potenzial der Migrantenfamilien werde „noch zu wenig genutzt“, sagt Stefan Weiß, Projektverantwortlicher AmkA. Nach seiner Beobachtung bringen diese „kulturelle Vielfalt und einen großen Erfahrungsschatz mit“. Viele seien bereit, sich zu engagieren, „auch außerhalb der institutionalisierten Mitwirkung im Elternbeirat oder dem obligatorischen Mitbringsel zum Buffet“. Im Modellprojekt haben einige Schulen auch eine „mehrsprachige Begrüßungskultur“ entwickelt. Im Eingangsbereich stehen Willkommen-Schriftzüge auf Russisch, Arabisch oder Farsi. Informationsbroschüren sind in die Herkunftssprachen der Familien übersetzt.

Der Artikel von Thomas Gesterkamp ist in voller Länge in der Oktoberausgabe der „E&W“ abgedruckt.

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