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Mexico lindo y querido?!

Sechs Jahre hat Thorsten Lesemann von 2004 bis 2010 als Grund- und Hauptschullehrer an der Deutschen Schule Mexiko die Fächer Deutsch und Mathematik unterrichtet – ein großer Sprung im Leben.

18.01.2015 - Thorsten Lesemann

Fotos: Thorsten Lesemann, Manfred Brinkmann

Von 2004 bis 2010 habe ich als Grund- und Hauptschullehrer an der Deutschen Schule Mexiko-Stadt Süd (Xochimilco), Alexander von Humboldt, gearbeitet. Insgesamt existieren drei deutsche Schulen bzw. Schulstandorte in Mexiko-Stadt. Das Bildungsangebot reicht vom Kindergarten bis Abitur und umfasste bis zu meiner Rückkehr 2010 auch das ISMAC (Berufsschule).

Standortkennzeichen Mexiko

Die Fläche Mexikos ist fünfmal so groß wie Deutschland, bei ca. 114 Millionen Einwohnern. Allein zwanzig Millionen Einwohner leben im Großraum Mexiko-Stadt und in den urbanen Satellitenstädten, die nahtlos in den angrenzenden Bundesstaat Estado de Mexico übergehen. Die mexikanische Hauptstadt liegt 2.200 m über dem Meeresspiegel.

Die Grundschule (Primaria) an der Deutschen Schule Mexiko begann mit dem Kindergarten (Maternal 1) und endete mit Klasse sieben. Sie war mehrzügig. Mein Einsatz fand als Fach- und Klassenlehrer von der Subprimaria bis zur vierten Klasse (Primaria baja) statt. Dies bedeutete Unterricht in den Fächern Deutsch und Mathematik, insbesondere Anfangsunterricht Deutsch (Lese- und Schreiblehrgang) sowie außerdem Fachunterricht Deutsch in der Klasse 5 – 7 (Primaria alta). Zu Beginn meiner Tätigkeit begann die Grundschule mit einer (vorgeschalteten) Subprimaria, aufsteigend bis Klasse 7 (Sexto), später fand dann die Umstellung auf Klasse 1 – 7 statt.

Besonderes Augenmerk

Vor Übersiedelung und Aufnahme meiner Tätigkeit erhielt ich vom damaligen Generalschulleiter die Anforderung „mit auf den Weg“, mit meinen mexikanischen KollegInnen „auf Augenhöhe“ zusammenzuarbeiten, was, da die übergroße Mehrheit meiner mexikanischen KollegInnen in der Grundschule m. E. auf demselben (modernen) Stand der Didaktik und Methodik arbeitete, rückblickend betrachtet - neben der Offenheit und dem Interesse für andere Kulturen und dem Verständnis sowie Gespür für kulturelle Gleichwürdigkeit - aus meiner heutigen Sicht eine der wichtigsten Gelingensbedingungen für eine erfolgreiche schulische Arbeit im Ausland darstellt.

Wohn- und Verkehrssituation

Verbreitet ist das Leben hinter Mauern in gesicherten Wohnanlagen, die Rolle der „Eltern als Chauffeur“ aus Sicherheitsgründen, die motorisierte Gesellschaft in all ihren Facetten: einzuplanender Zeitverlust in den täglichen Verkehrsstaus der Hauptstadt, Führerscheinkauf im Supermarkt, Abgasbelästigung in den tiefer gelegenen Gebieten der Hauptstadt trotz halbjährlicher Abgasuntersuchungen (Fahrzeuge ab einem Alter von 8 Jahren unterliegen einem eintägigen Fahrverbot pro Woche).

Es existieren große bzw. deutlich sichtbarere soziale Disparitäten als in Deutschland. In- wie Ausländer leben mit Kriminalitäts- und Erdbebengefahr. Gleichzeitig gibt es vielfältige, wahrnehmbare Indigene Kulturen, die meist zu den Wohlstandsverlierern zählen. Damit einher geht ein abundantes Kulturangebot.

Für mich ist Mexiko-Stadt eine der Weltkulturhauptstädte, gekennzeichnet durch eine stolze, reichhaltige und wahrnehmbare prähispanische Kulturgeschichte (Mayas, Azteken, Olmeken, Tolteken, Zapoteken über das gesamte mexikanische Territorium verteilt) - ein Erbe, das wieder entdeckt und gepflegt wird. Lohnenswert in unmittelbarer Nähe ist u. a. die Pyramidenstadt Teotihuacan im Norden der Stadt in Tagesreichweite.

Faszinierende Natur im Umland

Dazu kommt eine reichhaltige Gegenwartskultur mit unzähligen Museen, (Kunst)Ausstellungen, Konzerten, Theatern, Tanz- und Ballettpräsentationen (Bellas Artes, Präsidentenpalast, Museo Dolores Olmedo, Frida Kahlo Museum in Coyocan, Museo Nacional de Antropologia, Kathedrale auf den Ruinen der Aztekenhauptstadt Tenochtitlan, Wallfahrtskirche Basilika de Guadelupe, Torre Latinoamericana u. v. a. m.)

Vom Torre Latinamericano hat man beispielsweise einen im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubenden Blick aus dem in der Mitte des Valle de Mexico liegenden Zentrums von Mexiko-Stadt auf die in 60 km Luftlinie entfernt liegenden Vulkane Iztaccihuatl und Popocatepetl. Lohnenswerte Tagesausflüge bieten sich an mit Wandermöglichkeiten auf den Ajusco und den Paso de Cortes auf 3800 m Höhe. Von hier oben hat man bei klarer Sicht einen faszinierenden Blick auf vier der „Mexican Big 5“ Vulkane)

Großer Nationalstolz

All dies führt zusammen mit einer – sagen wir – von Kindesbeinen anerzogenen Haltung, Resultat einer mindestens nationalbewusst zu nennenden Erziehung (jeden Montag findet in allen Schulen des Landes eine Zeremonie mit Fahnenappell, Spielen und Singen der Nationalhymne statt, selbst bei den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit kommen zuerst mexikanische Flagge und Hymne: „siempre Mexico primero“) zu einem (National)Stolz der Menschen, den man respektieren lernen muss und der einen wichtigen, nicht zu unterschätzenden Faktor im Umgang mit den Menschen im Allgemeinen und den KollegInnen, MitarbeiterInnen und Eltern der Schule im Besonderen darstellt.

Soziale Situation eines deutschen Ehepaares im Auslandschuldienst

Ob der jahrelangen Erfahrung der mexikanischen KollegInnen mit der großen Fluktuation an der Deutschen Schule muss man in Mexiko „dicke Bretter“ bohren, um sich aus der sozialen Einsamkeit oder der „Käseglocke“ der deutschen (Lehrer)Gemeinschaft heraus zu begeben. Empfehlenswert ist der Aufbau von schulunabhängigen Kontakten von Anfang an: Wir haben uns ein eigenes, bis heute währendes soziales Netzwerk aufgebaut, indem wir einem deutsch-mexikanischen Chor beigetreten sind, was zu vielen intensiven, sozialen Kontakten (und überaus interessanten Auftritten und Auftrittsorten) führte.

Genauso wichtig für einen auf einen längeren, erfolgreichen Verbleib im Gastland abzielenden Aufenthalt war (und ist) der Weitblick des Generalschulleiters, für (m)eine in Deutschland (nicht im Lehrberuf) berufstätige Ehefrau die Möglichkeit für eine (nicht lehrende) Tätigkeit an der Deutschen Schule zu schaffen; dies gilt – wie in unserem Fall – verstärkt für kinderlose Paare.

Mexikanische Eigenheiten und soziokulturelle Differenzen

Mexikaner unterscheiden sich in ihrem kollektivem Bewusstsein und Verhalten in zwei Punkten in sehr wesentlicher Weise von deutschen (anerzogenen) Werte-Vorstellungen. In Mexiko ist Höflichkeit wichtiger als Wahrheit: Können beispielsweise Termine nicht eingehalten werden, wird nicht etwa abgesagt, sondern man kommt nicht und lässt bis zum Wiedersehen einfach „Gras über die Sache“ wachsen; ein Anruf, eine Absage käme einem Eingeständnis, etwas nicht realisieren zu können, und damit einem Gesichtsverlust gleich.

Auffällig in den sechs Jahren in Mexiko war und blieb auch die große Hilfsbereitschaft Ausländern gegenüber. So haben wir uns persönlich nie bedroht, sondern (fälschlicherweise oder gefährlicherweise?) unter Beachtung allgemeingültiger (Sicherheits)Regeln immer sicher und „aufgehoben“ gefühlt! Soziale Kontakte und Freundschaften spielen bei der erfolgreichen täglichen Lebensbewältigung durchaus eine große Rolle.

Ein anekdotenhaftes Beispiel: Fragt man einen Mexikaner nach dem Weg (, den dieser offensichtlich nicht sicher kennt,) so bekommt man immer eine Antwort, die auch schon einmal ins Leere führen kann: eine Nichtantwort gälte als unhöflich …

Beide Beispiele sind durchaus typisch zu nennende, (kummervolle) Erfahrungen, die man als Deutscher durchleben und durchaus vielleicht auch durchleiden muss, bis man den (mexikanischen) Kern, der m. E. darin steckt, erkennt.

Arbeit an der Schule

Zu Beginn meiner Tätigkeit waren an der Primaria (Grundschule) vier ADLK im Einsatz (1 Schulleiter, 1 Koordinator sowie 2 als Fach- und Klassenlehrkräfte eingesetzte KollegInnen). Dies war der Tatsache geschuldet, dass die Primaria über 7 Jahrgänge verteilt sechszügig war. Setzt man einen Schlüssel von durchschnittlich 20 SchülerInnen an, so kam man alleine in der Primaria (ohne Vorklasse und Kindergarten) auf rund 840 Kinder, die - mit Ausnahme der Muttersprachenklassen – lediglich in den Fächern Deutsch und Mathematik auf Deutsch unterrichtet wurden.

Gekennzeichnet war die Arbeit insbesondere durch Erteilung von fünf Zeugnissen (plus ein sich daraus ergebendes sechstes Gesamtzeugnis). Dies führt(e) zu einer für deutsche Verhältnisse ungewohnten, sehr engmaschigen Testung schriftlicher wie mündlicher Leistungen beginnend ab der 1. Klasse (bzw. anfangs ab der Subprimaria).

Zu Beginn meiner Tätigkeit gab es eine Muttersprachenklasse, eine so genannte Bilingue-Klasse, in die besonders sprachtalentierte Kinder sowie Kinder mit deutschsprachigen Familienmitgliedern in der Eltern oder Großelterngeneration gingen, sowie 4 reine DAF-Klassen. All diese Kinder wurden in der Subprimaria zuerst auf Deutsch alphabetisiert und sukzessive in ihrer Muttersprache.

Dieses System wurde im weiteren Verlauf meiner Tätigkeit umgestellt auf eine Muttersprachenklasse sowie 5 DAF-Klassen, so dass besonders sprachstarke Kinder sozusagen als „Zugmaschinen“ gleichmäßig auf alle Klassen verteilt und auf Spanisch und Deutsch alphabetisiert wurden.

Unterschiedliche Bezahlung für gleichartige Tätigkeiten

Durchaus einer Betrachtung wert ist das Verhältnis des „Mexikanischen/der Spanischen Sprache“ und des „Deutschen“, was ja sozusagen das herausragende Alleinstellungsmerkmal einer Deutschen Schule im Ausland sein sollte. Hierzu ist jedoch anzumerken, dass diese Haltung weder bei den SchülerInnen noch bei deren Eltern und den mexikanischen Lehrkräften besonders ausgeprägt war.

Im Gegenteil: Es gab insbesondere bei den mexikanischen Lehrkräften ein durchaus zu bemerkendes ambivalentes (Konkurrenz)Verhalten „dem/den Deutschen“ gegenüber, was u. U. sowohl mit der unterschiedlichen Bezahlung für gleichartige Tätigkeiten bei gleichzeitig größerer Professionalität bzw. Erfahrung gegenüber unerfahrenen, eher „abenteuerlustigen“ jungen, deutschen KollegInnen als auch mit dem ausgeprägten, mexikanischen Stolz (s. weiter oben) korrelieren könnte, während gleichzeitig die finanziellen Bedingungen an einer Deutschen Privatschule attraktiver sind als an einer öffentlichen mexikanischen Schule.

Verändertes (Selbst)Verständnis der Schule

Bestimmende Motive der Eltern für die Wahl der Schule waren (ohne Gewichtung):

  • Nähe des Wohnortes zur Schule (durchaus verständlich in einer Metropole wie Mexiko-Stadt)
  • Starker Sportbezug/-profil der Schule (sehr gute Ausstattung der Sportstätten; hier insbesondere der Schwimmunterricht in der schuleigenen Schwimmhalle)
  • Deutschland/“das Deutsche“ als Sinnbild für Disziplin, Ordnung, Sauberkeit, Pünktlichkeit; für den wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands steht hier exemplarisch auch die Wiederaufbauleistung nach dem Krieg; etwas also, das durchaus als wichtig für den beruflichen Erfolg der eigenen Kinder erachtet wird
  • Die deutsche Sprache als bestimmender Faktor für die Schulwahl dagegen war in meiner Wahrnehmung eher „schmückendes Beiwerk“.

Hier könnte ein gemeinsam mit und von allen Statusgruppen - insbesondere unter Einbeziehung der mexikanischen KollegInnen und Eltern - erarbeitetes Leitbild wohltuende Wirkung und ein verändertes (Selbst)Verständnis einer Deutschen Auslandschule entfalten, statt sich – zumindest in der Primaria - als eine (Privat)Schule nach mexikanischem Recht mit (zusätzlichem) deutschen Sprachangebot zu verstehen.

Eine größere und institutionelle Einbeziehung insbesondere der Eltern hätte zudem den Vorteil, bei diesen Verständnis und Einsicht hinsichtlich der herausgehobenen Bedeutung der deutschen Sprache an einer Deutschen Auslandsschule für den weiteren schulischen Erfolg ihrer Kinder in der Sekundar- und Oberstufe zu fördern.

Leiden an Leitung

Um es vorweg zu nehmen: Ich persönlich habe nicht an/unter Leitung gelitten. Würde man hierzu jedoch andere an der Schule beschäftigte Statusgruppen befragen, so würde die Antwort sicher deutlich anders ausfallen. Ich habe in meinen sechs Jahren an der Grundschule mit zwei Schulleitern und zwei KoordinatorInnen zusammengearbeitet, darüber hinaus vier Generalschulleiter kennengelernt.

Sicherlich habe auch ich daheim über Leitung und Koordination gemeckert, habe zuhause „Dampf ablassen“ müssen, doch im Sinne von Leiden habe ich zum einen nicht unter meinen Schulleitungen arbeiten müssen, zum anderen wollte ich aber auch in diesen sechs einzigartigen Jahren den Gedanken an „Leiden an/unter Leitung“ nicht aufkommen lassen.

Nach meiner Wahrnehmung ist die Arbeit als Schulleiter an einer (privaten) Auslandsschule noch einmal deutlich komplexer, anspruchs- und anforderungsreicher als dieselbe Tätigkeit im Inland. Hierzu trägt u. a. auch bei, dass man nicht ausschließlich mit auf Lebenszeit verbeamteten Lehrern zusammenarbeitet, sondern mit Menschen, die einen befristeten Vertrag oder einen Arbeitsvertrag mit der Schule abgeschlossen haben. Dies führt unweigerlich zu Entscheidungen und damit verbundenen Konfliktsituationen, die ein hohes Maß an menschlicher Einfühlsamkeit und professioneller Kompetenz erfordern.

Hier ist m. E. ein besonders hohes Maß an – wie soll ich sagen – Demut(?) gegenüber vermeintlichen Machtverlockungen an Stelle von Wichtigtuerei und „Sonnenkönigtums“ genauso gefordert wie „Standing“, Immunität und Unabhängigkeit gegenüber pädagogischen Einflussnahmeversuchen von Seiten des Schulvorstandes bei gleichzeitiger Offenheit und Flexibilität für Notwendiges (, was um ein Erhebliches leichter geschrieben als getan ist).

Ost-West-Konflikt

Noch ein Wort zu persönlichen Erfahrungen zum Umgang deutscher KollegInnen im Ausland miteinander, die sich ausschließlich auf meine Zeit an der DS Mexiko-Stadt (Süd) beziehen: Als ebenso überraschend wie bedrückend habe ich den Umgang ost- und westdeutscher KollegInnen an der Sekundaria/Preparatoria (Mittelstufe/Oberstufe) miteinander in Erinnerung. Eine derartige Form der Abgrenzung und Lagerbildung zwischen deutschen KollegInnen war mir so noch nicht bekannt und ist mir in den Jahren nach der Rückkehr auch noch nicht wieder begegnet.

Dies hatte nicht nur, aber doch auch mit den Verhaltensweisen, Strategien und Konflikten der ADLKs mit der Schulleitung in Vertragsverlängerungsfragen in den Jahren 2006/07 an der weiterführenden Schule zu tun. Der Weg des - euphemistisch ausgedrückt – Klagens bei Geschäftsführer und Schulvorstand an der Schulleitung vorbei sollte generell in Zukunft ausgeschlossen sein. Stattdessen sollte der Dienstweg über die ZfA der einzig denkbare und mögliche sein.

Rückkehr und eigene Haltung

Wir sind zu zweit gegangen und zu dritt zurückgekehrt. Unsere Tochter haben wir in Mexiko adoptiert. Sie kam im letzten Jahr vor der Rückkehr in unsere kleine Familie. In diesem letzten Jahr wurden wir noch einmal anders wahrgenommen, sind uns die Menschen noch einmal anders begegnet.

Im Flugzeug zu dritt zu sitzen – das nicht enden wollende Lichtermeer der vertraut gewordenen Stadt, die uns zweite Heimat geworden war, die neue Heimat und die neuen Freunde hinter sich lassend – und der alten Heimat, der Familie und allen alten Freunden entgegen fliegend hat mich innerlich fast zerrissen. Drei Tage nach meiner Rückkehr habe ich meine Tätigkeit als Schulleiter einer Grundschule angetreten.

Für manch einen mag es arg konservativ, vielleicht pathetisch klingen (wenn es auch so nicht gemeint ist): Ich habe mich während meiner Auslandstätigkeit immer als Kollege verstanden, der sein Land, wenn schon nicht repräsentiert, so doch bewusst (und ja: auch gerne) vertritt. Dieses Bewusstsein scheint mir persönlich durchaus von Wichtigkeit im Umgang mit KollegInnen und Eltern einer Auslandsschule zu sein und sollte m. E. in den Vorbereitungskursen Beachtung finden.

Noch etwas erscheint mir auf eine sehr grundsätzliche Art und Weise wichtig: Ich musste an einer privaten Auslandschule mehr als im Inland arbeiten bei gleichzeitig weniger Ferien. Das habe ich nicht zu beklagen, ich habe es selbst so gewählt. Unbedingt wichtig erscheint mir jedoch, dass man einen Ausgleich, eine Art zweiten Fokus haben muss: Dies kann die Familie sein, die landschaftlichen Schönheiten des Gastlandes, die vielfältige kulturelle Szene im Gastland und ihre spannende Andersartigkeit, die Reisen in den Ferien, interessante Sozialkontakte zu den Menschen im Gastland etc. Ohne diesen zweiten Fokus wird es m. E. schwer, bei gleich bleibend hoher Belastung seine Zufriedenheit zu bewahren.

Rückblickend lässt sich festhalten, dass die Rückkehrsituation sicherlich der größte Sprung in meinem/unserem bisherigen Leben war …

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