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StudieMehr Männer in Kitas erwünscht

Eine Mehrheit der Eltern ist einer Studie zufolge für mehr männliches Fachpersonal in der frühen Bildung. Die Einstellungen der pädagogischen Fachleute zu Männern als Fachkräfte in der frühen Bildung sind noch positiver.

28.03.2019

Eltern wünschen sich laut der Studie „Kitas im Aufbruch – Männer in Kitas“ mehr männliche Fachkräfte in Krippen, Kitas und Schulhorten. 78 Prozent der Befragten gaben an, dass Kinder sowohl von Erzieherinnen als auch von Erziehern betreut werden sollten. 62 Prozent sind der Auffassung, die Politik sollte sich weiterhin dafür einsetzen, mehr männliche Fachkräfte für Kitas zu gewinnen. Aktuell liegt der Männeranteil am pädagogischen Personal in Kinderkrippen bei 3 Prozent, in Kindergärten bei 5 Prozent und in Horten für schulpflichtige Kinder bei 15 Prozent. 

Die Einstellungen der pädagogischen Fachkräfte zu Männern in der frühen Bildung sind noch positiver. 98 Prozent sind der Meinung, dass es mehr Männer in Kindergärten und Horten geben sollte. 84 Prozent glauben, dass dies auch in Kinderkrippen der Fall sein sollte. Über 90 Prozent sind ferner der Auffassung, dass männliche Erzieher für die Entwicklung von Jungen und auch für die Entwicklung von Mädchen wichtig seien und neue wichtige Impulse für die pädagogische Arbeit einbrächten. 70 Prozent sind überzeugt, dass Kitas mit Erziehern für Eltern attraktiver seien als Einrichtungen nur mit Erzieherinnen.

In den vergangenen Jahren trugen immer mehr Einrichtungen aktiv zur Erhöhung ihres Männeranteils bei: 49 Prozent der Einrichtungen wurden selbst aktiv, um den Anteil der Männer zu erhöhen. Die These, Männer seien für den Beruf des Erziehers weniger geeignet als Frauen lehnten übrigens 95 Prozent der weiblichen und 97 Prozent der männlichen Fachkräfte in Kitas ab.

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