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Statistisches BundesamtMehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2020

Während die Zahl der Habilitationen von Männern im vergangenen Jahr um vier Prozent zurückging, stieg sie bei den Frauen um elf Prozent an. Damit betrug der Frauenanteil an den Habilitationen 35 Prozent - ein Zuwachs von drei Prozentpunkten.

20.07.2021

Immer mehr Wissenschaftlerinnen gehen den Weg zur Professur: Im Jahr 2020 stieg die Zahl der Habilitationen bei Frauen im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent auf 538 an, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Die Zahl der Habilitationen bei Männern ging im gleichen Zeitraum um 4 Prozent auf 995 zurück. Für 2020 ergab sich damit ein Frauenanteil an den Habilitationen von 35 Prozent, das waren 3 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Im Jahr 2010 hatte der Frauenanteil noch bei 25 Prozent gelegen.                                                 

Insgesamt schlossen im vergangenen Jahr 1.533 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Habilitation an Universitäten und Hochschulen in Deutschland erfolgreich ab – das ist ein Plus von einem Prozent. 

Frauenanteil in den Geisteswissenschaften am höchsten

Mit insgesamt 847 (55 Prozent) wurden wie in den Vorjahren die meisten Habilitationen in den Fächern Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften abgeschlossen – ein Anstieg um 6 Prozent. Der Frauenanteil lag hier 2020 bei 32 Prozent.

Die nächstgrößere Anzahl an Habilitationen entfiel auf die Fächergruppe Mathematik/Naturwissenschaften (196 bzw. 13 Prozent, Frauenanteil 30 Prozent). Den dritten Platz nahmen die Geisteswissenschaften mit 191 beziehungsweise 12 Prozent der Habilitationen ein. Hier war der Frauenanteil mit 47 Prozent am höchsten. 

Durchschnittsalter: 41 Jahre

Das Durchschnittsalter der Habilitierten lag im Jahr 2020 bei 41 Jahren. Mit durchschnittlich knapp 42 Jahren waren Frauen geringfügig älter als Männer (41 Jahre). Von ausländischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern wurden in Deutschland 166 Habilitationen erfolgreich beendet. Damit nahm der Ausländeranteil bei Habilitationen von 7 Prozent im Jahr 2010 auf knapp 11 Prozent im aktuellen Berichtsjahr zu.