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Ausgaben für Bildung, Forschung und WissenschaftMehr Geld für Bildung!

Die Bildungsausgaben in Deutschland sind 2017 auf 295,1 Milliarden Euro gestiegen. Dies sind zwar 11,9 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr - ist aber nach Einschätzung der GEW noch immer viel zu wenig. Sie fordert zehn Prozent des BIP.

21.03.2019

Trotz steigender Ausgaben für Bildung, Forschung und Wissenschaft investiert Deutschland nach Ansicht der GEW nach wie vor nicht ausreichend Geld in diesen Bereich. „Auf dem Dresdener ‚Bildungsgipfel‘ haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten 2008 vereinbart, ab 2015 zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Bildung und Forschung zu investieren. Sieben Prozent in Bildung und drei in Forschung. Von diesem Ziel sind wir nach wie vor weit entfernt“, kritisierte die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe am Donnerstag in Frankfurt am Main

Sie reagierte damit auf die vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden veröffentlichten Budgetzahlen. Demnach stiegen die Bildungsausgaben in Deutschland im Jahr 2017 auf 295,1 Milliarden Euro. Dies waren 11,9 Milliarden Euro oder 4,2 Prozent mehr als im Jahr davor. Die Ausgaben machten wie schon in den beiden Vorjahren 9,0 Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus. Die GEW verlangt deutlich mehr Anstrengungen.   

 

GEW-Studien: 56 Milliarden Euro mehr nötig

Auch der Digitalpakt sehe lediglich finanzielle Mittel in Höhe von 5,5 Milliarden Euro - verteilt auf vier Jahre - vor. „Das entspricht gerade einmal einem Anteil von 1,7 Prozent des Budgets für Schulen in öffentlicher und privater Trägerschaft im Jahr 2016“, betonte Tepe.

GEW-Studien kämen zu dem Ergebnis, dass die öffentliche Hand für ein zukunftsfähiges Bildungswesen zusätzlich rund 56 Milliarden Euro investieren müsse. „Mit diesen Mitteln sollen beispielsweise Kindertagesstätten, Ganztagsschulen und Hochschulen entsprechend dem veränderten gesellschaftlichen Bedarf ausgebaut und die in Sonntagsreden immer wieder bemühte Berufs- und Weiterbildung gestärkt werden.“ Auch die Umsetzung der Inklusion in allen Bildungsbereichen sei nur mit deutlich mehr Investitionen zu bewältigen.

Die GEW setzt sich mit der Initiative „Bildung. Weiter denken!“ für bessere Lern- und Arbeitsbedingungen sowie mehr Geld für Bildung ein. Sie zeigt nicht nur, was sie unter guter Bildung versteht, sondern auch wie sich zusätzliche Investitionen in Bildung finanzieren lassen.

 

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