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Mehr Bildungsberatungsstellen nötig

03.03.2016

Die GEW verlangt mehr umfassende und institutionell abgesicherte Bildungsberatungsangebote. Würden die Länder pro 100.000 EinwohnerInnen eine Beratungsstelle mit je fünf Beschäftigten einrichten, würde dies 178 Millionen Euro kosten.

Das ist das Ergebnis eines Gutachtens des Bildungsforschers Roman Jaich. Wenn außerdem ein Prozent des Bildungsbudgets für die Erwachsenenbildung aufgebracht würde, müssten die Länder weitere 849 Millionen Euro zur Förderung der allgemeinen, politischen und kulturellen Weiterbildung ausgeben. Zur Verbesserung der Förderung nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) werden bei den Aufwendungen des Bundes weitere 140 Millionen Euro kalkuliert.

Den größten Verbesserungsbedarf macht die Studie bei den beitragsfinanzierten Weiterbildungsmaßnahmen der Bundesagentur für Arbeit (BA) aus: Wenn die BA Erwerbslose und von Arbeitslosigkeit bedrohte Menschen in gleichem Umfang wie im Jahr 2001 – vor den „Hartz-Reformen“ – in ihrer beruflichen Weiterbildung fördere, seien die Mittel um 4,9 Milliarden Euro zu erhöhen. Die Bundesfachgruppe Erwachsenenbildung fordert Bund und Länder auf, Verbesserungen umzusetzen.  

Weiteres Thema im Infoblatt Weiterbildung März 2016:

  • Integrationskurse - Kundgebung und Demonstration am 9. März
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