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Mecklenburg-Vorpommern: "Keine Lust mehr, für verfehlte Steuerpolitik gerade zu stehen"

In Schwerin sind am Dienstag noch einmal rund 5.000 Kolleginnen und Kollegen für die Forderungen der Gewerkschaften in der Länder-Tarifrunde auf die Straße gegangen.

08.03.2011

An etwa 230 von 538 Schulen in Mecklenburg-Vorpommern fiel wegen der Warnstreiks der Unterricht aus.

"Die Beschäftigten haben keine Lust mehr, für die verfehlte Steuerpolitik der Arbeitgeber gerade zu stehen", unterstrich Annett Lindner, Vorsitzende der GEW Mecklenburg-Vorpommern. "Vielmehr leiden die Pädagogen unter dem Spardruck in mehrfacher Hinsicht. Sie sollen aus Sicht der Arbeitgeber sowohl auf die ihnen zustehende Lohnerhöhung verzichten als auch weiterhin unter schlechten Bedingungen arbeiten. Darunter leidet die Motivation der Kolleginnen und Kollegen, aber auch die Anerkennung des Lehrerberufes in der Gesellschaft. Wer bereit ist, das in Kauf zu nehmen, macht dies auf Kosten künftiger Generationen. Deshalb müssen wir jetzt auf die Straße gehen. Aus Achtung uns selbst gegenüber, aber auch aus Verantwortung für unsere Kinder“, so Lindner. Nun seien die Arbeitgeber am Zug.

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