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Materialheft der AJuMLeseleidenschaft wecken!

Zu viele Schülerinnen und Schüler haben Studien zufolge nur geringe Lesekompetenzen. Die Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien (AJuM) der GEW hat daher ein Materialheft zur Leseförderung veröffentlicht - inklusive Tipps für den Unterricht.

05.01.2021

Rund 23 Prozent der Schülerinnen und Schüler erreichen laut der PISA-Studie aus dem Jahr 2019 nur Stufe 2 von 6 im Bereich der Lesekompetenz. In der JIM-Studie aus dem selben Jahr taucht das Bücherlesen bei den Freizeitaktivitäten der Jugendlichen erst auf Platz 9 auf. Insgesamt 34 Prozent der Jugendlichen geben an, täglich oder mehrmals pro Woche zu lesen, bei den 6- bis 13-Jährigen sind es noch 51 Prozent. Allerdings steigt der Anteil der Kinder, die angeben, nie zu lesen, bei den 12- bis 13-Jährigen auf 17 Prozent.

Hörspiele und Apps einbeziehen

Angesichts dieser Zahlen gilt es nach Ansicht der AJuM, die Herausforderungen der Leseförderung neu zu betrachten sowie die konkrete Umsetzung zu unterstützen. Ziel ist es, dass Kinder nicht nur den Prozess des Lesenlernens erfolgreich meistern, sondern auch in ihrem Selbstbild als Leserinnen und Leser bestärkt werden und im Miteinander Literatur als wertvoll erfahren. Leseförderung ist dabei nicht nur eine Angelegenheit von Schule und Bildungseinrichtungen, sondern ein die institutionellen Grenzen überschreitendes Anliegen, das alle Altersstufen einbezieht und auch andere Medien wie Hörspiele oder Apps miteinbezieht.

Mit ihrem neuen Materialheft mit dem Titel „Leseleidenschaft wecken“ will die AJuM darüber hinaus verschiedene Perspektiven auf Leseförderung eröffnen. Methoden zur Arbeit mit Kinder- und Jugendliteratur im Unterricht werden vorgestellt, und der Blick wird auch auf außerschulische Angebote gerichtet. Die Autorinnen und Autoren kommen aus unterschiedlichen, mit der Literatur vertrauten Bereichen und sind in der Regel auch mit der pädagogischen Arbeit zu und mit Kinder- und Jugendliteratur befasst.