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Marlis Tepe als GEW-Vorsitzende wiedergewählt

Mit deutlicher Mehrheit haben die Delegierten des Gewerkschaftstags Marlis Tepe als GEW-Vorsitzende wiedergewählt – sie erhielt 71,3 Prozent der Stimmen.

08.05.2017 - Von Martina Hahn

Die neue und alte Vorsitzende versprach, die bisherige tarif- und bildungspolitische Arbeit der GEW fortzusetzen. "Wir werden die Tarife weiterentwickeln", so Tepe (63). Die Belegschaften seien durch die Bezahlung gespalten das müsse sich ändern, so Tepe. Sie kämpfe auch künftig für mehr Geld für Bildung, Dauerstellen sowie alternative Arbeitszeitmodelle, die vielen jungen Kolleginnen und Kollegen wichtig sind: "Ich werde mich dafür einsetzen, dass unsere Arbeit leistbar wird - das ist unser Plan für die nächsten vier Jahre." Bessere Arbeits- und Rahmenbedingungen für Pädagoginnen und Pädagogen sollen nicht nur über Tarifverhandlungen erreicht werden, sondern auch über eine von der GEW angestoßene gesellschaftliche Debatte vor der Bundestagswahl und einen höheren Organisationsgrad: "Niemand soll mehr an unseren politischen Forderungen vorbeikommen."

Tepe betonte, dass sie die internationale Arbeit fortführen und sich um Bildung in der Migrationsgesellschaft kümmern werde letzteres ein Thema, das 2013 so noch nicht absehbar war: "Die Stärkung der Rechtspopulisten weltweit hat die Gewerkschaften wieder wach geküsst", sagte Tepe. Die GEW bekenne sich zur UN-Menschenrechtskonvention: "Zu diesem unserem Ziel stehe ich, dafür werde ich mich stark machen."

Einen Generationenwechsel in der GEW begleite sie gerne, betonte Tepe. Sie versprach, die GEWolution die Konferenz junger Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter , die ihr sehr wichtig sei, zu unterstützen und dafür Gelder zu beschaffen. Zum Thema Nachfolge machte sie, an die Delegierten gewandt, klar: "Ich würde mich daran beteiligen, eine Nachfolge zu finden. Aber Personen auszuwählen, das ist eure Aufgabe."  

Info:

Marlis Tepe ist bereits im Alter von 22 Jahren in die GEW eingetreten. Sie war bis zu ihrer Wahl zur Vorsitzenden der Bildungsgewerkschaft im Juni 2013 Hauptschullehrerin in Schleswig-Holstein. Über 30 Jahre vertrat sie die GEW Schleswig-Holstein im Bundesfrauenausschuss. Von 1995 bis 2013 war sie Mitglied im Geschäftsführenden Vorstand des Landesverbands und von 2006 bis 2013 Vorsitzende des Hauptpersonalrats im nördlichsten Bundesland.

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