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Lehrkräftemangel an Berufsschulen durch sinkende Studierendenzahlen

Die duale Ausbildung gerät zunehmend unter Druck, die Bedeutung der Berufsschulen rückt in den Fokus. In einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung wird die prekäre Situation der Studierendenzahlen in den gewerblich-technischen Fachrichtungen deutlich.

02.05.2018

Die Berufsschulen steuern laut einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung mit Blick auf die Einstellungsbedarfe von Lehrkräften voraussichtlich auf eine „erhebliche Mangelsituation“ zu. „Die gegenstandsorientierten beziehungsweise gewerblich-technischen beruflichen Fachrichtungen werden massiv von der Herausforderung der Sicherung des Fachkräftenachwuchses betroffen sein“, heißt es in der Untersuchung von Dietmar Frommberger und Silke Lange mit dem Titel „Zur Ausbildung von Lehrkräften für berufsbildende Schulen: Befunde und Entwicklungsperspektiven“. Sinkende oder stagnierende Studerendenzahlen und damit verbunden sinkende Absolventenzahlen stünden dazu in einem „prekären Missverhältnis“. Im Wintersemester 2014/15 nahmen gerade einmal 1.657 Personen ein zum Vorbereitungsdienst führendes Studium mit dem Abschlussziel Master oder Staatsexamen auf. Die jüngst von der GEW vorgelegte Prognose der Schüler/innenzahl und des Lehrkräftebedarfs an berufsbildenden Schulen bis 2030 bestätigt die Ergebnisse der HBS-Expertise.

Weitere Themen im Infoblatt Berufsbildung im Mai 2018:

  • „DENK-doch-MAL“ – Berufliches Lernen in digitalen Zeiten
  • Budget für Bildung, Forschung und Wissenschaft – Bildungswesen nach wie vor unterfinanziert
  • Dokumentation erschienen: „Die digitale R*Evolution? –  Digitalisierung in der Berufs- und Weiterbildung
  • Lohnsteuer Grundbegriffe 2018 mit Hinweisen für die Steuererklärung

 

 

 

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