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Corona-PandemieKinder und Jugendliche mit Behinderungen besser schützen

Die GEW fordert die zügige Umsetzung eines Infektionsschutzkonzeptes an allen Förder- und Sonderschulen. Dazu gehöre ein effektiver Gesichtsschutz der pädagogischen Fachkräfte.

08.04.2020

Die GEW hat Gesundheitsämter sowie Schulträger und -behörden aufgefordert, Förderschulen während der Corona-Pandemie mit speziellen Schutzkonzepten und zusätzlicher Beratung zu unterstützen. Zudem müssten endlich die notwendigen Mittel für erhöhte Hygieneanforderungen und den Infektionsschutz bereitgestellt werden. „Bisher hat die Politik die Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen weitgehend sich selbst überlassen. Dabei müssen wir gerade jetzt Kinder und Jugendliche mit Behinderungen besonders schützen – ebenso wie die pädagogischen Fachkräfte“, sagte Ilka Hoffmann, GEW-Vorstandsmitglied Schule, am Mittwoch in Frankfurt a.M.

„An allen Förder- und Sonderschulen muss endlich ein wirksames Infektionsschutzkonzept umgesetzt werden.“ (Ilka Hoffmann)

Sonder- und Förderschulen für Kinder mit Mehrfachbehinderungen wurden trotz der Verbreitung des Coronavirus nicht geschlossen. Die Kinder und Jugendlichen dort gehören jedoch zu den Risikogruppen und sind besonders gefährdet, im Fall einer Infektion schwer zu erkranken. Abstandsregeln sind in der Arbeit mit pflegebedürftigen und auf Zuwendung angewiesenen Kindern und Jugendlichen zudem nicht umzusetzen.

„Die pädagogischen Fachkräfte sind bei ihrer Arbeit einem besonderen Ansteckungsrisiko ausgesetzt und gefährden bei einer Infektion die Kinder und Jugendlichen. Sie brauchen deshalb beispielsweise einen effektiven Gesichtsschutz, um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten. An allen Förder- und Sonderschulen muss endlich ein wirksames Infektionsschutzkonzept umgesetzt werden “, betonte Hoffmann.