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KinderschutzKinder an der Gestaltung der digitalen Welt beteiligen

Das Projekt Kinderschutz und Kinderrechte in der digitalen Welt analysiert die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Alltag von Kindern und Jugendlichen. Eine Forderung der Initiative lautet, Kinder früh über ihre Rechte im Netz aufzuklären.

15.08.2018

Die Vorstandsvorsitzende der Stiftung Digitale Chancen, Jutta Croll, fordert, Kinder möglichst früh über ihre Rechte in der digitalen Welt aufzuklären. Dazu müssten keine neuen Rechte formuliert werden, sagte Croll im Interview mit der Bundeszentrale für politische Bildung. „Vielmehr müssen die Rechte von Kindern im digitalen Umfeld angemessen umgesetzt werden.“ Im April 2016 habe der Europarat mit der so genannten Sofia-Strategie einen Prozess angestoßen, um die Verwirklichung der Kinderrechte weiter voranzubringen. Dabei sei erstmals auch das Aufwachsen in einer digitalisierten Umwelt als eine von fünf Säulen der Strategie festgelegt worden. 

Das Projekt Kinderschutz und Kinderrechte in der digitalen Welt der Stiftung Digitale Chancen setze an der Sofia-Strategie an, sagte Croll. „Wir nehmen alle Artikel der UN-KRK in den Blick und fragen: Was bedeuten diese Rechte für Kinder heute? Zum Beispiel sind für den Schutz vor sexueller Gewalt (Art. 34) und vor kommerzieller Ausbeutung (Art. 32) unter dem Aspekt der Digitalisierung geeignete neue Konzepte zum Schutz von Kindern zu entwickeln.“ Croll betonte zudem: „Wenn wir die digitale Welt kindgerecht gestalten wollen, müssen wir Kinder daran beteiligen und ihre Meinung anhören.“ Die Digitalisierung stelle keine zusätzliche Hürde dar, „sondern kann durch Informations- oder Partizipationsmöglichkeiten dazu beitragen, dass Kinder ihre Rechte besser kennen und wahrnehmen können“.

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