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Keine Werbung für Schoko, Snacks und Softdrinks in Schulen

Die GEW begrüßt die Initiative von Foodwatch gegen das zunehmende Marketing der Lebensmittelindustrie in Schulen und Kindertagesstätten. „Werbung hat in Schule nichts verloren und ist besonders alarmierend, wenn sie Kinder zu Junkfood oder Süßigkeiten verführt“, betonte Marianne Demmer, stellvertretende Vorsitzende der GEW, anlässlich der Veröffentlichung zahlreicher kommerzieller Beispiele durch den Verbraucherschutzverein Foodwatch.

07.05.2013

„Derzeit berät die Kultusministerkonferenz intern eine neue Empfehlung für Verbraucherbildung in Schulen. Papier ist aber geduldig, wenn zugleich Markenartikler mit viel Geld das Feld für sich vereinnahmen wollen“, ergänzte Demmer. Sie mahnte erneut mehr Kontrolle und Verantwortung seitens der Kultusministerien an. Wie die GEW-Schulexpertin erläuterte, sei in fast allen Bundesländern Produktwerbung in Schulen eigentlich verboten. „Dass immer mehr Fälle bekannt werden, in denen Firmen für Süßes, Snacks und Softdrinks werben und das noch als Ernährungserziehung oder Sportförderung getarnt, ist ein Skandal“, so Demmer.

Foodwatch lobt mit dem „Goldenen Windbeutel 2013“ einen Negativpreis für die aggressivsten Werbestrategien für Kinderprodukte aus. Zweck des Vereins ist die Förderung des Verbraucherschutzes durch Verbraucherberatung und -aufklärung.

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