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Buchtipp„Kampala – Hamburg“ ist der Roman einer Flucht

Das Jugendbuch von Lutz van Dijk ist ein auf wahren Begebenheiten basierender Roman vor dem Hintergrund der Verfolgung sexueller Minderheiten in Uganda, wo es Bemühungen gibt, die Todesstrafe für Homosexuelle einzuführen.

30.06.2020

Zufällig heißen sie beide David: David aus Hamburg, elfte Klasse in einer Gesamtschule und wegen einmal Sitzenbleiben schon 18 – und David aus Kampala, der Hauptstadt Ugandas, der erst 16 ist, aber weiß, dass er weg muss. Über das Internet finden sie zueinander, wo David aus Kampala auf Planet Romeo durchklickt zu David in Hamburg, weil in seinem Profil etwas steht, das in Kampala zu sieben Jahren Gefängnis führen kann: „Ich unterstütze die Rechte sexueller Minderheiten in Afrika.“

David in Kampala lässt dieser Satz nicht mehr los. Er weiß, dass er lebenslänglich inhaftiert werden kann, wenn er nicht bald wegkommt aus Uganda. Falls ihn nicht schon vorher fanatische Christen lynchen – wie seinen Freund Isaac. David hat keine Zeit zu verlieren. Wird David aus Hamburg ihm helfen?

„Kampala – Hamburg“ erzählt, wie sich Jugendliche für ihr Recht auf Anerkennung engagieren – in Uganda und in Deutschland. Der Autor Lutz van Dijk war Lehrer in Hamburg, später Mitarbeiter der Anne Frank Stiftung in Amsterdam, und engagiert sich seit 2001 in einem Township bei Kapstadt. Seine Bücher erhielten den Jugendliteraturpreis von Namibia 1997, den Gustav-Heinemann-Friedenspreis 2001 und den Rosa Courage Preis 2003. 2009 wurde ihm die Poetik-Ehrenprofessur der Universität Oldenburg verliehen. Van Dijk lebt heute in Amsterdam und Kapstadt.

Lutz van Dijk, Kampala – Hamburg, Querverlag, Hamburg, ca. 192 Seiten, ca. 12 Euro, ISBN 978-3-89656-283-8

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