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Jugendbuch „Vom Licht“ mit LesePeter Juni ausgezeichnet

Anselm Nefts Familiengeschichte „Vom Licht“ wird mit dem LesePeter für den Monat Juni geehrt. Es gibt einen tiefen Einblick in fundamentalistisches Denken und den radikalen Kern des Christentums.

04.06.2018

Adam hat eine ungewöhnliche Jugend hinter sich. Er wurde von zwei Studierenden der Religionswissenschaft adoptiert, die mit ihm und seiner Schwester nach Österreich zogen. Dort konnte man seine Kinder zu Hause unterrichten. Adams Hausunterricht bestand zu einem großen Teil aus der Vermittlung einer kruden, religiös-fundamentalistischen Vorstellung, die den Alltag der Familie entscheidend prägte. Beginnend im Alter von 11 Jahren, erzählt er uns Schlüsselereignisse auf dem Weg zur Emanzipation von seinem Elternhaus. Durch seine Notizen versucht Adam zu verstehen, was mit seiner Familie geschehen ist, wie er der wurde, der er ist, und was er tun kann, um trotzdem weiterzuleben.

Das Jugendbuch „Vom Licht“ ist Aussteigerroman, radikale Reflexion und verstörende Familiengeschichte. Autor Anselm Neft gibt darin einen tiefen Einblick in fundamentalistisches Denken und den radikalen Kern des Christentums. Der LesePeter ist eine Auszeichnung der Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien (AJuM) der GEW für ein herausragendes, aktuelles Buch der Kinder- und Jugendliteratur.

Anselm Neft, „Vom Licht“, Satyr Verlag, Berlin 2016, ISBN 978-3-944035-77-2 (Print), 19,90 Euro, SBN 978-3-944035-78-9 (E-Book), 12,99 Euro.

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