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Jetzt muss ein Angebot auf den Tisch

16.02.2017

Auch am zweiten Tag in Folge waren wieder Tausende für ihre Forderungen auf der Straße. Nach Warnstreiks in Berlin und Jena forderten auch in Potsdam hunderte Kolleginnen und Kollegen ein ordentliches Angebot von den Arbeitgebern.

 "Wir wollen endlich ein ordentliches Angebot der Arbeitgeber", forderten die mehreren Hundert Demonstrantinnen und Demonstranten am heutigen Donnerstag, 16. Februar vor dem Start der dritten Verhandlungsrunde der Tarifrunde des öffentlichen Dienstes der Länder in Potsdam.

Bereits Tags zuvor waren erneut 8.000 Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher, Sozialpädagoginnen und -pädagogen sowie weitere pädagogische Fachangestellte in Berlin in den Streik gegangen. Auch in Jena folgten mehrere Hundert Kolleginnen und Kollegen den Streikaufrufen der GEW Thüringen. In Magdeburg solidarisierten sich zahlreche Beamtinnen und Beamte mit den Streiks der Angestellten un unterstrichen damit die Forderung nach der zeit- und wirkungsgleichen Übertragung des Verhandlungsergebnisses auf die Besoldung.

Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder kämpfen um insgesamt 6 Prozent mehr Gehalt. Teil des Forderungskatalogs der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes, GEW, ver.di und GdP, ist eine Gehaltserhöhung mit sozialer Komponente in Form eines Sockel- oder Mindestbetrages sowie die Stufe 6. In den Entgeltgruppen 9 bis 15 der Tabelle des Tarifvertrags der Länder gibt es bisher nur fünf Stufen. In den Gruppen 1 bis 8 gibt es bereits sechs Stufen. Deshalb sollen jetzt auch für die höheren Entgeltgruppen die zusätzliche Stufe 6 eingeführt und weitere strukturelle Verbesserungen bei der Eingruppierung übernommen werden. Die Tarifverhandlungen für die im öffentlichen Dienst der Länder Beschäftigten sind am Dienstag vorletzter Woche unterbrochen worden. Die Arbeitgeber hatten auch in der zweiten Runde kein Angebot vorgelegt. Die Positionen der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes und der TdL liegen noch weit auseinander.

Die dritte - und voraussichtlich letzte Verhandlungsrunde - startete am heutigen Donnerstag, 16. Februar in Potsdam. 

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