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Jahrbuch für Pädagogik 2015 mit Schwerpunkt Inklusion als Ideologie

Im Jahrbuch 2015 geht es um einen ideologiekritischen Vorstoß, der die viel umworbenen Inklusionsvorstellungen mit den faktischen sozialen Gegebenheiten konfrontiert.

04.12.2015

Inklusionspädagogik hat gegenwärtig Hochkonjunktur. Dabei reagieren die vorherrschenden Konzepte oft nach einem bestimmten Muster: Sie wollen der exkludierenden Gesellschaft mit pädagogischen Mitteln begegnen, die die Situation der Benachteiligten verbessern sollen, die strukturellen gesellschaftlichen Bedingungen aber unangetastet lassen.

Sie wenden sich in idealistisch-appellativer Weise gegen exkludierende Praktiken einer vom Nutzenkalkül dominierten Gesellschaft, arbeiten dieser aber insofern zu, als sie die Möglichkeit einer Problemlösung im Rahmen der gegebenen Verhältnisse suggerieren.

Vor diesem Hintergrund geht es dem Jahrbuch um einen ideologiekritischen Vorstoß, der gerade die viel umworbenen Inklusionsvorstellungen mit den faktischen sozialen Gegebenheiten konfrontiert und nach den mit der aktuellen Inklusionsrhetorik verbundenen Interessen fragt.

Kluge, Sven / Liesner, Andrea / Weiß, Edgar (Red.): Jahrbuch für Pädagogik 2015. Inklusion als Ideologie. Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2015. 
ISBN 978-3-631-67059-0.

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