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Buchtipp „Ist die Schule zu blöd für unsere Kinder?“

Der Bildungsexperte Jürgen Kaube fordert in „Ist die Schule zu blöd für unsere Kinder?“ eine Reduktion auf das Wesentliche: Kinder sollten denken lernen, nur darum gehe es in der Schule. Die Digitalisierung des Klassenzimmer hält er für sinnlos.

21.05.2019

Jürgen Kaube ist Herausgeber und Bildungsexperte der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ – und Vater von zwei Töchtern. Aus dieser doppelten Erfahrung heraus formuliert er eine provokante These: Die Schule, wie sie jetzt ist, sei eine Fehlkonstruktion. Sie bringe Kindern oft nur bei, was diese weder brauchten noch verstünden – und zuverlässig fast komplett wieder vergäßen. Die Schule reagiere dabei viel zu stark auf immer neue Anforderungen, die von außen an sie gestellt werden. Die Digitalisierung des Klassenzimmers ist ihm zufolge genauso Unsinn, wie es die Rechtschreibreform oder das Sprachlabor waren.

Was jetzt gebraucht werde, sei eine Reduktion auf das Wesentliche, schreibt Kaube: Kinder sollten denken lernen, darum und nur darum gehe es in der Schule. Diese bringe ihnen heute vor allem bei, was leicht abgefragt werden könne. Das sei das Gegenteil von denken lernen, Urteilskraft und Weltverständnis.

Jürgen Kaube, „Ist die Schule zu blöd für unsere Kinder?“, Rowohlt Berlin, Mai 2019, ISBN:  978-3-7371-0053-3, 22 Euro

 

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