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IÖB-Schulbuch „Kompetenz Politik-Wirtschaft“ erneut in der Kritik

Erneut gibt es massive Kritik an einem vom Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) herausgegebenen Schulbuch. Moritz-Peter Haarmann von der Leibniz Universität Hannover empfiehlt, die weitere Zulassung des umstrittenen Lehrwerks für den Unterricht dringend zu überprüfen.

28.06.2013

„Schüler unter Einfluss - Lobbyisten im Klassenzimmer": so hieß ein Beitrag der Sendung „frontal 21" vom 30. April 2013 (siehe Link im Infokasten). Hier wurde unter anderem über die Arbeit des IÖB mit Sitz in Oldenburg (Niedersachsen) berichtet.

So hatte etwa der Politikwissenschaftler Moritz-Peter Haarmann ein Kapitel aus dem Schulbuch „Kompetenz Politik-Wirtschaft“ (Kaminski 2007) kritisch kommentiert. Schülerinnen und Schüler würden hier vorrangig mit der Arbeitgebersicht konfrontiert. Das IÖB reagierte in bekannter und unsachlicher Art auf die Sendung und die Kritik an dem Schulbuch. Haarmann hat daraufhin das fragliche Kapitel „Unternehmen“ einer erneuten eingehenden Analyse unterzogen (s. Infokasten). Diese fällt noch weniger schmeichelhaft aus als in besagter frontal-21-Sendung.

Haarmann kommt zu den Schluss: Das niedersächsische Kultusministerium sollte die Zulassung des Lehrwerks für das Unterrichtsfach Politik-Wirtschaft dringend überprüfen.

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