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Internationale Wochen gegen Rassismus 2011

In diesem Jahr finden weltweit die Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 14. bis 27. März statt. Seit einigen Jahren rufen in Deutschland die Bundesregierung, verschiedene Organisationen, Vereine und Initiative ebenfalls dazu auf, sich mit Veranstaltungen und Aktionen zu beteiligen. Auch die Gewerkschaften positionieren sich gegen Rassismus und unterstützen ihre Mitglieder und unterschiedliche Initiativen.

11.03.2011

Für die Aktionswochen 2011 hat die GEW gemeinsam mit dem Interkulturellen Rat in Deutschland e.V. Unterrichtsmaterial zur Antirassismusarbeit für Kindergarten und Schule entwickelt. Sie unterstützen die Anti-Rassimuswochen mit der Kampagne "Rassismus fängt im Kopf an!". Das PDF-Dokument steht kostenlos zum Download zur Verfügung.

Ihre Wurzeln haben die Internationalen Wochen gegen Rassismus in einer UNO-Resolution, die alle Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen dazu aufforderte, künftig jedes Jahr eine Woche der Solidarität mit den Opfern und Gegnern des Rassismus zu veranstalten.

Rassismus hat viele Gesichter

In Deutschland gibt es inzwischen zahlreiche Initiativen, die sich aktive gegen Rassismus einsetzen. Sie problematisieren diverse Facetten des Rassismus und bringen auf unterschiedliche Art und Weise verschiedene Aspekte in den öffentlichen Diskurs ein. Thematisiert werden beispielsweise unter anderem Formen von Rechtsextremismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit in Deutschland.

Auch die Bundesregierung initiierte in den vergangenen Jahren Programme für Toleranz und Vielfalt. Das Bundesprogramm "Vielfalt tut gut" endete zum 31. Dezember 2010. Seit dem 1. Januar 2011 setzt das Bundesprogramm "Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ mit der Förderung von lokalen Aktionsplänen, Modellprojekten und Beratungsnetzwerken die erfolgreiche Arbeit der beiden inzwischen beendeten Bundesprogramme "Vielfalt tut gut." und "kompetent für Demokratie" fort.

Im Jahr 2000 gründeten die Bundesministerien des Innern und der Justiz das „Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt (BfDT)", um das zivilgesellschaftliche Engagement von Mitbürgerinnen und Mitbürger für Demokratie und Toleranz in Deutschland sichtbar zu fördern.

Darüber hinaus gibt es viele zivilgesellschaftliche Initiativen. Zwei der bekanntesten Unterstützer der Internationalen Wochen gegen Rassismus sind der Koordinationsrat der Muslime in Deutschland (KRM) und der Interkulturelle Rat in Deutschland e.V., die jedes Jahr gemeinsam zu Aktionen aufrufen.

Seit zehn Jahren arbeitet auch der Verein „Gesicht Zeigen!“ in den Bereichen Aufklärungs– und Projektarbeit. Ziel ist die Stärkung des gesellschaftlichen Engagements und die Sensibilisierung für jede Art von Diskriminierung.

Seit einem Jahr macht sich die Initiative »Respekt! Kein Platz für Rassismus« stark für einen respektvollen Umgang miteinander ohne Intoleranz, Rassismus und Diskriminierung. Ihre Wurzeln hat die Respekt!-Initiative ursprünglich im Sport: Mit »Kein Platz für Rassismus« ging es zunächst darum, für mehr Rücksicht auf dem grünen Rasen und bei den Fußball-Fans zu werben.

Neben solchen großen überregionalen Initiativen gibt es noch auch viele, kleinere Vereine, Organisationen und Kampagnen.

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