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Integrationskurse in Bildungsbericht aufnehmen

Vor dem Hintergrund der Digitalisierung wird die individuelle Weiterbildung nach Ansicht der GEW immer wichtiger. Um den Zugang zu dieser zu fördern, seien eine verlässliche Finanzierung und ein gesetzlicher Rahmen nötig.

02.07.2018

Die GEW-Bundesfachgruppe Erwachsenenbildung sieht ihre Forderung nach einem Bundesweiterbildungsgesetz durch den jüngst veröffentlichten Bericht „Bildung in Deutschland 2018“ bestätigt. Obwohl die betriebliche Weiterbildung das quantitativ größte Segment in der Teilnahme darstellt, ist aus Sicht der Gewerkschaft die individuelle berufliche Weiterbildung als bedeutsamer einzustufen: Insbesondere vor dem Hintergrund der Digitalisierung müssten die individuelle Weiterbildung und der Zugang zu ihr weiterentwickelt und gefördert werden. Dazu bedürfe es einer verlässlichen Finanzierung, eines gesetzlichen Rahmens sowie eines Ausbaus der Beratung, wie GEW und ver.di es mit einem Bundesweiterbildungsgesetz einfordern. Zu einer umfassenden empirischen Bestandsaufnahme des Bildungswesens, wie sie der Bildungsbericht beansprucht, gehört nach Ansicht der Bundesfachgruppe zudem eine Analyse des Systems der Integrationskurse und dessen Beschäftigungsbedingungen, was im Bildungsbericht bislang keine Berücksichtigung findet.

Weitere Themen im Infoblatt Weiterbildung im Juli 2018:

  • EU-Kommission: Mehr in Bildung und Forschung investieren
  • GKV-Versichertenentlastungsgesetz
  • GEW-Fachtagung „Gute Bildung für Neuzugewanderte“

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