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In Berlin fällt erneut der Unterricht aus

Heute haben erneut 2 500 angestellte Lehrkräfte in Berlin ihre Arbeit niedergelegt, um für einen Tarifvertrag und alternsgerechte Arbeitsbedingungen zu kämpfen. Das war bereits der dritte Streiktag binnen eines Monats. Grund für die Kampfbereitschaft der Kolleginnen und Kollegen ist die Weigerung des Berliner Finanzsenators Ulrich Nußbaum, mit der GEW Berlin über einen Tarifvertrag zu verhandeln.

24.09.2013

Das Foto zeigt die streikenden Kolleg/-innen der Fritz-Karsen-Schule in Berlin-Neukölln / Quelle: GEW BERLIN

Die GEW hatte den Finanzsenator zuletzt mehrfach zu Gesprächen aufgefordert, doch diese wurden immer wieder abgewiesen. Nußbaum verwies wiederholt darauf, dass nicht der Berliner Senat, sondern die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) für Tarifverhandlungen mit der GEW zuständig sei. "Nußbaum versteckt sich nach wie vor hinter der TdL", stellte die Landesvorsitzende der GEW Berlin, Doreen Siebernik, fest. "Seit sieben Jahren hält die TdL die GEW hin – ohne ernsthafte verhandelbare Angebote auf den Tisch zu legen. Wir haben diese Hinhaltetaktik satt und fordern endlich Tarifverhandlungen. Ohne spezielle Regelungen für Berlin wird es keinen Schulfrieden in der Stadt geben“, machte Siebernik deutlich. Der nächste Streik ist bereits für den 21. Oktober geplant.

Zufrieden war die Vorsitzende über die Streikbeteiligung ihrer Kolleginnen und Kollegen. „Bereits am 21. und 22. August haben bei gutem Wetter 3 000 angestellte Lehrkräfte die Arbeit niedergelegt. Heute haben sich erneut 2 500 Kolleginnen und Kollegen trotz miesen Wetters auf dem Potsdamer Platz versammelt, um für einen Tarifvertrag und bessere Arbeitsbedingungen zu streiken."

Zuletzt hatte am Freitag, dem 13. September ein erstes vertrauliches Gespräch zwischen der GEW und dem Senator stattgefunden. Die GEW Berlin hatte Möglichkeiten aufgezeigt, wie der Tarifkonflikt im Land Berlin im Rahmen des bestehenden Tarifrechts gelöst werden könnte. Die Konfliktparteien trennten sich allerdings ohne Ergebnisse.

Der heutige Streik ist insgesamt bereits der achte in diesem Jahr, nachdem am 29. November 2012 die GEW Berlin den Berliner Senat zu Tarifverhandlungen für eine tarifliche Entgeltordnung und alternsgerechte Arbeitsbedingungen aufgefordert hatte.

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