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Impfungen gegen Corona„Alle Lehrkräfte in die Priorisierungsgruppe 2 vorziehen!“

Die GEW fordert eine vorgezogene Impfung für sämtliche Lehrerinnen und Lehrer. Nur so kann der Gesundheitsschutz der Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern gesichert werden.

26.04.2021

Die GEW fordert eine vorgezogene Impfung gegen Corona für sämtliche Lehrkräfte. „Wer öffnet, muss impfen“, sagte die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, MarlisTepe, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag).

„Wenn Schulen, wie jetzt im überarbeiteten Infektionsschutzgesetz verankert, bis zu einem Inzidenzwert von 165 geöffnet bleiben müssen, ist es notwendig, auch alle anderen Lehrkräfte in die Impf-Priorisierungsgruppe 2 vorzuziehen“, sagte Tepe weiter. „Nur so kann der Gesundheitsschutz der Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern gesichert werden.“

Impfbereitschaft ist groß

Bisher sind nur Lehrkräfte an Grund- und Förder- beziehungsweise Sonderschulen in der Impf-Priorisierungsgruppe zwei eingeordnet. Alle anderen Lehrkräfte an allgemein- und berufsbildenden Schulen gehören zur Gruppe drei.

Die GEW wirbt bei den Lehrerinnen und Lehrern erfolgreich dafür, sich impfen zu lassen. „Die Impfbereitschaft bei den Lehrkräften ist sehr hoch. Offenbar höher als im Durchschnitt der Bevölkerung“, erklärte Tepe. Die große Impfbereitschaft erkläre sich auch aus dem Druck, der entstehe, weil Lehrkräfte häufig in kleinen Klassenräumen mit vielen Kindern aus unterschiedlichen Haushalten unterrichteten.

So greift die Notbremse

Die Corona-Notbremse schreibt fest, dass bei mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen an drei aufeinanderfolgenden Tagen der Wechselunterricht ab dem übernächsten Tag Pflicht wird.

Ab einem Wert von 165 wird ab dem übernächsten Tag der Präsenzunterricht in Schulen, Berufsschulen, Hochschulen, Einrichtungen der Erwachsenenbildung und ähnlichen Einrichtungen
verboten. Ausnahmen für Abschlussklassen und Förderschulen sind möglich.

Diese Bremse gilt auch für Kitas, die Länder können aber Notbetreuung ermöglichen. Die Schulbremse tritt außer Kraft, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen den Schwellenwert von 165 wieder unterschreitet.