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Immer mehr private Berufsschulen in Deutschland

Die Zahl der privaten Berufsschulen steigt seit den 90er Jahren stetig. Die GEW fordert die Länder auf, ihre öffentliche Verantwortung in der beruflichen Bildung mit gut ausgestatteten öffentlichen berufsbildenden Schulen wahrzunehmen.

06.02.2018

Die Zahl der privaten beruflichen Schulen in Deutschland nimmt seit Jahren kontinuierlich zu – laut Statistischem Bundesamt von rund 1.200 zu Beginn der 90er Jahre auf etwa 2.200 im Schuljahr 2016/17. Mittlerweile unterrichten bundesweit knapp 16.500 Lehrkräfte die knapp 240.000 Schülerinnen und Schüler an den privaten beruflichen Schulen, die 9,5 Prozent der Lernenden an allen öffentlichen und privaten Berufsschulen ausmachen. Da es sich bei den privaten beruflichen Schule zumeist um vergleichsweise kleine Einrichtungen handelt, beträgt ihr Anteil an der Anzahl der öffentlichen und privaten berufsbildenden Schulen mittlerweile ein Viertel (25,1 Prozent). Hinter diesen Zahlen stehen derweil unterschiedliche Entwicklungen in den einzelnen Bundesländern. Generell ist der Anteil privater beruflicher Schulen in den neuen Ländern höher als in den alten.

Die GEW beobachet den Privatisierungsdruck auf berufsbildende Schulen mit Besorgnis. Sie sieht die Länder in der Pflicht, ihre öffentliche Verantwortung in der beruflichen Bildung mit bedarfsgerecht und auskömmlich ausgestatteten öffentlichen berufsbildenden Schulen wahrzunehmen. 

Weitere Themen im Infoblatt Berufsbildung im Februar 2018:

  • Ausbildungsvergütungen 2017
  • GEW auf der Didacta
  • Ratgeber zum Umgang mit rechtsextremen Sprüchen
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