GEW - Die Bildungsgewerkschaft
Du bist hier:

HOKISA darf weiter machen

Das Kinderheim HOKISA im Township Masiphumelele bei Kapstadt darf seine Hilfe für Kinder mit HIV/Aids fortsetzen. Darauf hat man sich nach zähen Verhandlungen mit dem Sozialamt in Südafrika geeinigt.

22.11.2011 - Lutz van Dijk/Manfred Brinkmann

Foto: HOKISA

Seit fast zehn Jahren werden im Kinderheim HOKISA südafrikanische Kinder und Jugendliche mit HIV/Aids mit Unterstützung des Heinrich-Rodenstein-Fonds betreut und behandelt. Doch damit sollte nach dem Willen der südafrikanischen Behörden bald Schluss sein. Das zuständige Sozialamt (Department for Social Development) hatte neue Richtlinien erlassen, nach denen alle Kinderhäuser, die diesen nicht entsprechen, Ende 2012 zu schließen sind. Kinderhäuser wurden unter anderem als eine „Erfindung des Kolonialismus“ gebrandmarkt, die „afrikanische Großfamilie“ als Lösung propagiert. Doch die Wirklichkeit im Townshop Masiphumelele, wo vier von fünf Familien von alleinstehenden Müttern geführt werden, sieht anders aus. Nach intensiven Verhandlungen, die von der neuen HOKISA Sozialarbeiterin Sue Purvis mit Geduld und Beharrlichkeit geführt wurden, konnte schließlich eine Einigung erzielt werden, die die Weiterarbeit von HOKISA sichert.

Das Kinderhaus wird ab 2013 HOKISA Kinder- und Jugendzentrum (Child and Youth Care Centre) heißen und darf sowohl die Langzeit-Fürsorge für die bisher anvertrauten maximal 20 Kinder und Jugendlichen fortführen als auch – gemeinsam mit dem Arzt Dr Jacka – die Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit HIV/Aids. Dafür werden ab Februar 2012 größere bauliche Maßnahmen notwendig. Wo bisher der Gemüsegarten war, soll ein neues Gebäude für die wachsende Gruppe der Teenager entstehen - mit eigenen Zimmern, getrennt nach Jungen und Mädchen. Außerdem wird ein Büro- und Beratungszentrum bei der Arztpraxis an der Straße eingerichtet und aus dem Kinderhaus ausgelagert. Die Bauphase wird vermutlich bis April 2012 dauern. Zur Finanzierung werden weiterhin Spenden benötigt. Erwähnt werden muss auch, dass der langjährige Mitarbeiter und Ko-Direktor Lungelo Nqojana, HOKISA Anfang 2011 verlassen hat und jetzt im Ostkap lebt.

Zurück