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Hochschule und Forschung: Andreas Keller im Amt bestätigt

Der Organisationsbereich Hochschule und Forschung liegt auch in den kommenden vier Jahren in den Händen von Andreas Keller. Der Politikwissenschaftler erhielt auf dem Gewerkschaftstag 90,2 Prozent der Delegiertenstimmen.

08.05.2017 - Von Norbert Glaser

Keller, 51 Jahre alt und seit einem Vierteljahrhundert in Hochschule, Forschung und Lehre tätig, verwies in seiner Vorstellung vor den Delegierten auf die Erfolge der GEW in den vergangenen Jahren. Seit der Verabschiedung des "Templiner Manifests" im Jahr 2010 habe die Bildungsgewerkschaft überproportional an Mitgliedern bei den Beschäftigten in Wissenschaft und Forschung gewonnen. Andererseits gebe es dort immer noch ein riesengroßes Potenzial.

Die Gewerkschaft habe sich in den vergangenen Jahren als Interessenvertretung der Beschäftigten profilieren können. Keller verwies dabei auf das Bund-Länder-Programm für den wissenschaftlichen Nachwuchs, erste Kodizes für "Gute Arbeit" an Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie die Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes.

Für Keller kommt es nun darauf an, nicht nachzulassen, sondern nachzulegen. Er verlangte eine ausreichende und verlässliche Finanzierung von Hochschule und Wissenschaft. Der Nachwuchs benötige verlässliche Karrierewege. Für Daueraufgaben müssten Dauerstellen geschaffen werden. Den Erfolg der GEW-Kampagne "Traumjob Wissenschaft" möchte der Hochschulexperte in den kommenden vier Jahren fortschreiben.

Gleichzeitig machte sich Keller für eine Aufwertung und Reform der Aus- und Fortbildung von Pädagoginnen und Pädagogen stark. Mit den vom "Zukunftsforum Lehrer_innenbildung" erarbeiteten Leitlinien verfügten Landesverbände und Bundesausschüsse über eine hervorragende inhaltliche Grundlage. Diese Vorschläge gelte es nun um- und durchzusetzen.

Info:

Als GEW-Mitglied hat sich Andreas Keller ab 1990 ehrenamtlich in Gewerkschafts- und Hochschulgremien engagiert. Seit 2007 ist er im Geschäftsführenden Vorstand der GEW für den Bereich Hochschule und Forschung verantwortlich. In den vergangenen vier Jahren fungierte er zudem als stellvertretender GEW-Vorsitzender. Seit 2012 ist er Vizepräsident des europäischen Dachverbands der Bildungsinternationale.

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