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Heinrich-Wolgast-Preis für "Das Gespenst des Karl Marx"

Das Kinder- und Jugendbuch "Das Gespenst des Karl Marx" ist in Erfurt mit dem Heinrich-Wolgast-Preis der GEW ausgezeichnet worden. Es erklärt in pfiffiger und verständlicher Weise die wesentlichen Erkenntnisse von Karl Marx zum Kapitalismus.

29.09.2015

„Darf man denn dein Buch über Karl Marx prämieren? Ist das nicht provokant?“ fragte Jurymitglied Mario Zehe in seiner Laudatio.  Die Jury war auf alle Fälle der Meinung, dass man das kann, ja vielleicht sogar muss, in der heutigen Zeit. So wies Mario Zehe auch auf die Folgen des globalen Marktes hin, die in Form von Finanzkrisen, Flüchtlingsströmen und Kriegen um Rohstoffe spürbarer werden denn je. Da könnte die Lektüre von Karl Marx wieder Denkanstöße geben.

Das prämierte Buch, das der junge Philosophieprofessor Ronan de Calan gemeinsam mit dem Illustrator Donatien Mary geschrieben hat, ist in der Reihe „Platon und Co – Philosophie für Kinder“ erschienen. Es erklärt in pfiffiger und verständlicher Weise die wesentlichen Erkenntnisse von Karl Marx zum Kapitalismus. Die großflächigen mit wenigen Formen und Farben gezeichneten Illustrationen unterstützen und kommentieren den Text kongenial. So hat Herr Kapital einen Kopf aus Zahlen. Menschen, die in großen Zahnrädern gefangen scheinen, verdeutlichen, um was es geht.

Der renommierte Heinrich-Wolgast-Preis der GEW wird alle zwei Jahre für ein Kinder- und Jugendbuch verliehen, das sich mit der Arbeitswelt beschäftigt. Die Arbeitsgemeinschaft für Jugendliteratur und Medien (AJuM) organisiert die Preisverleihung und stellt auch die Jury. Die Jury hat innerhalb von zwei Jahren aus über 90 eingereichten Titeln „Das Gespenst des Karl Marx“ ausgewählt. Das schön gestaltete und gut geschriebene Kinderbuch ist für Kinder ab sieben Jahren geeignet, aber auch für Erwachsene, die sich auf vergnügliche Weise wieder den Theorien von Karl Marx nähern wollen.

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