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„Gutes Geld für gute Wissenschaft!“ – In der Länder-Tarifrunde 2015 geht es auch um die Interessen der Beschäftigten an Hochschulen

Seit 16. Februar führen Gewerkschaften und Arbeitgeber wieder Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder. Die zweite Verhandlungsrunde vergangenen Freitag in Potsdam ist ohne Ergebnis geblieben. Jetzt ruft die GEW ihre tarifbeschäftigten Mitglieder zu Warnstreiks auf. Die ersten Warnstreiks finden bereits heute in Berlin, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Bremen statt.

03.03.2015

Die Arbeitgeber – die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) – legten immer noch kein eigenes Angebot vor, möchten aber Einschnitte bei der Betriebsrente (VBL) durchsetzen und den Eingruppierungstarifvertrag für Lehrkräfte an Schulen und Hochschulen einseitig diktieren.

In der Länder-Tarifrunde geht es auch unmittelbar um die Interessen der Beschäftigten an Hochschulen sowie an außeruniversitären Forschungseinrichtungen, soweit diese den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) anwenden. Die Gewerkschaften fordern 5,5 Prozent mehr Gehalt für alle Tarifbeschäftigten – davon würden auch die TV-L-Beschäftigten in der Wissenschaft profitieren. Die GEW verfolgt weiter das Ziel einer Lehrkräfte-Entgeltordnung (L-EGO) – das würde bedeuten, dass endlich auch die Lehrkräfte für besondere Aufgaben (LfBA) an Hochschulen eine tarifliche Eingruppierung erhalten. Schließlich haben die Gewerkschaften das Thema Befristung auf die Tagesordnung gesetzt, um dem ausufernden Missbrauch von Kurz- und Kettenverträgen einen Riegel vorzuschieben – eines der zentralen Probleme an Hochschulen und Forschungseinrichtungen, wie die die GEW seit Jahren mit ihrer Kampagne für den „Traumjob Wissenschaft“ (Templiner Manifest) deutlich macht. Weiter geht es um die Abwehr von Verschlechterungen bei der Zusatzversorgung der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) – auch hiervon wären Tarifbeschäftigte in der Wissenschaft betroffen.

Grund genug für Beschäftigte an Hochschulen und Forschungseinrichtungen, gemeinsam mit den angestellten Lehrkräften an Schulen und allen weiteren Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder jetzt auf die Straße zu gehen – für 5,5 Prozent mehr Gehalt, für Gutes Geld für Gute Wissenschaft! Informationen über Protestaktionen und Warnstreiks in Ihrem Bundesland erhalten Sie bei Ihrem GEW-Landesverband.

Weitere Informationen gibt es im GEW-Tarifinfo Hochschule, das online abgerufen und vor Ort verteilt werden kann.
Aktuelle Informationen zur Tarifinfo sind auf dem GEW-Portal zur Tarifrunde zu finden.

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