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Gute Soziale Arbeit. Oder: Forschungsperspektiven in der Transformation von Gesellschaftspolitik

In seinem Beitrag entwarf Prof. Dr. Bernd Dollinger von der Universität Siegen aktuelle Forschungsperspektiven innerhalb der Sozialen Arbeit unter dem Fokus auf das Verhältnis gesellschaftspolitischer und fachlicher Herausforderungen.

01.12.2013

 

Als zentrale gesellschaftspolitische Herausforderungen beschrieb er die Transformation der Gesellschafts- und Sozialpolitik, die er als eine Entwicklung hin zu Orientierungen an Employability und neoliberalen Aktivierungslogiken beschreibt. Diese Entwicklungen führen ihn zu der These, dass die Disziplin und Profession Sozialer Arbeit innerhalb dieser Entwicklungen kaum miteinander zu tun haben.

Im Rückgriff auf empirische Forschungsergebnisse wird diese Entwicklung zur Ausbildung von Professionellen ins Verhältnis gesetzt. Hierbei zeigt sich, dass punitive, aktivierende und wohlfahrtskritische Perspektiven oftmals von Studierenden und Professionellen der Sozialen Arbeit geteilt werden und es in der Ausbildung nicht gelingt, den Habitus der Studierenden durch die Anknüpfung an die disziplinären Diskurse zu verändern.

Literatur

Dollinger, Bernd (2010): Methodologische Anmerkungen zur Analyse von Wirkungen Neuer Steuerung auf professionelles Handeln in der Jugendhilfe. In: Zeitschrift für Sozialpädagogik 8 (3), S. 300–308.

Mohr, Simon; Ziegler, Holger (2012): Zur Kultur der Kontrolle in der Kinder- und Jugendhilfe. In: Forum Erziehungshilfen (5), S. 277–280.

 

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