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gender.macht.wissenschaftGEW unterstützt Erklärung gegen Sexismus in der Wissenschaft

Sexismus in der Wissenschaft muss thematisiert und skandalisiert werden. Dafür sammelt die AG Gender und Macht in der Wissenschaft Unterschriften sowie Erfahrungsberichte.

15.12.2020

„Sexismus und sexualisierte Diskriminierung und Gewalt sind an deutschen Hochschulen – genauso wie in anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens – alltäglich“, heißt es in der Erklärung der Arbeitsgruppe Gender und Macht in der Wissenschaft. Davon betroffen seien „alle Status- und Beschäftigtengruppen, wobei Abhängigkeitsverhältnisse und Hierarchien das Problem oftmals gravierend verschärfen“. Die Bildungsgewerkschaft GEW unterstützt die Erklärung.

Der Aufruf appelliert an alle, die Machtpositionen bekleiden, dass sie ihre Privilegien reflektieren und sorgsam mit ihnen umgehen und spricht sich „für ein gleichberechtigtes Miteinander unabhängig von Geschlecht, Alter und Herkunft“ aus. Für die GEW haben die Vorsitzende Marlis Tepe, ihr Stellvertreter und Vorstandsmitglied für Hochschule und Forschung, Andreas Keller, sowie Frauke Gützkow, Vorstandsmitglied für Frauenpolitik, die Erklärung unterzeichnet.

GEW engagiert sich gegen Diskriminierung und für Gleichstellung

GEW-Vize Keller machte darauf aufmerksam, dass sich das Engagement gegen die Diskriminierung und für die Gleichstellung von Frauen wie ein roter Faden durch die Hochschul-und Forschungspolitik der GEW zieht – vom Templiner Manifest, das die GEW vor zehn Jahren vorgelegt hat, bis zur Petition „Dauerstellen für Daueraufgaben“, welche sie Ende November gestartet hat. „Wir stellen uns an die Seite von Studentinnen, wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen oder Hochschullehrerinnen, wenn diese Diskriminierung erfahren. Frauen und Männer müssen die gleichen Chancen auf einen erfolgreichen Studienabschluss und eine wissenschaftliche Laufbahn haben. Dafür brauchen wir Mindestquoten auf allen Karrierestufen ebenso wie eine wirksame Antidiskriminierungs- und  Beschwerdestruktur an den Hochschulen und Forschungseinrichtungen.“

Vorstandsmitglied Gützkow machte deutlich, dass es „höchste Zeit“ sei, Universitäten nach Frauen zu benennen. „40 der 120 Universitäten haben Männer als Namensgeber, aber keine einzige ist nach einer Frau benannt. Das muss sich ändern.“ Die Erklärung kann online unterzeichnet werden.