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GEW fordert Rechtsanspruch auf Ausbildung

Die GEW kritisiert die Arbeit der Allianz für Aus- und Weiterbildung: Es fehle weiter ein Konzept, wann und wie ein Rechtsanspruch für alle Jugendlichen auf eine Berufsausbildung umzusetzen sei, sagte Vorstandsmitglied Ansgar Klinger.

11.11.2016

Die GEW, der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit sowie die Landesschülervertretungen Hessen und Berlin haben ihre Forderung nach einer Ausbildungsgarantie für alle jungen Menschen bekräftigt. "Es ist ein gesellschaftlicher Skandal, dass mehr als 1,9 Millionen junge Erwachsene zwischen 20 und 34 Jahren keinen Berufsabschluss haben", sagte Ansgar Klinger, GEW-Vorstandsmitglied für Berufsbildung, bei der Veranstaltung "Ausbildungsgarantie jetzt" in Berlin. Die Allianz für Aus- und Weiterbildung habe bis heute kein Konzept vorgelegt, wann und wie ein rechtsverbindlicher Anspruch für alle Jugendlichen auf eine Berufsausbildung umzusetzen sei.

Die finanziellen Mittel für betriebliche, überbetriebliche oder vollzeitschulische Ausbildungsplätze müssten dauerhaft per Gesetz sichergestellt werden. "Das Recht auf Ausbildung darf nicht von der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland abhängen. Wir brauchen dringend eine Ausbildungsplatzumlage, die ausbildungswilligen Unternehmen ermöglicht, zusätzliche Lehrstellen zu schaffen", sagte Klinger.

Nur noch gut ein Fünftel aller Betriebe bilde aus. Im vergangenen Jahr hätten rund 270.000 junge Menschen keine Ausbildung bekommen und seien im so genannten Übergangssystem gelandet. Hinzu komme, dass die nach Deutschland geflüchteten Menschen qualifiziert werden müssten. "Gesellschaftliche Teilhabe über Bildung, berufliche Qualifizierung, einen Ausbildungs- und Arbeitsplatz ist die Grundlage für eine gelingende Integration", betonte Klinger.

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