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GEW fordert Offenlegung militärischer Forschungsprojekte an Hochschulen

Die GEW fordert die Offenlegung aller militärischen Forschungsprojekte an Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Das betreffe Forschungsvorhaben im Auftrag der Bundeswehr ebenso wie Projekte, die im Auftrag des Pentagon durchgeführt würden.

05.01.2014

Insbesondere das amerikanische Verteidigungsministerium trete nicht nur in den USA, sondern auch in anderen Staaten als großzügiger Förderer von Hochschulen, Foschung und Wissenschaft auf. Zu diesem Ergebnis kamen der Norddeutsche Rundfunk (NDR) und die Süddeutsche Zeitung (SZ) bei Recherchen im Jahr 2013. In den vergangenen Jahren seien mehr als zehn Millionen Dollar in Forschungsprojekte an mindestens 22 Hochschulen und Forschungsinstituten hierzulande investiert worden. Zum Teil handele es sich auch um eine indirekte Förderung: Deutsche Professoren kooperieren mit amerikanischen Partnern, die vom Pentagon finanziert würden.

Mit der Forderung nach Offenlegung aller betroffenen Projekte und einem Appell zur Forschung für friedliche Zwecke hat die GEW in einer Pressemitteilung auf diese Medienberichte reagiert. Nach den Enthüllungen über die US-Militärforschung an Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland kommentiert Verteidigungsminister Thomas de Maiziere, für das Militär zu forschen sei, nicht kritikwürdig, sondern lobenswert ". Die GEW sieht das anders.

Die Bildungsgewerkschaft unterstütze Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die sich zu einer ausschließlich nicht-militärischen, zivilen Forschung und Lehre bekennen, betonte Keller. „Wir erwarten, dass Forscherinnen und Forscher, Bund und Länder, Industrie und Militär diese Zivilklauseln respektieren.“

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